Description
Summary:Short description: Philemon und Onesimus: verschieden und doch verbunden.
Main description: Der Philemonbrief ist der kürzeste der uns erhaltenen Paulusbriefe. Auf den ersten Blick und im Vergleich mit dem Römerbrief, den Korintherbriefen und dem Galaterbrief ist er unscheinbar. In einem Konflikt zwischen Philemon, einem Christen, in dessen Haus sich eine Gemeinde trifft, und seinem Sklaven Onesimus, der ebenfalls Christ geworden ist, schreibt Paulus einen vermittelnden Brief. Aber wie Paulus diesen Brief schreibt, macht ihn aus Müllers Sicht zu einem Lehrstück christlicher Ethik. Müller zeigt Paulus’ grundlegend neue Weltsicht auf, die durch die Gemeinschaft mit Christus ermöglicht wird und die sich auf die Gemeinschaft der Glaubenden auswirkt. Die zentralen Begriffe des Briefes – Glaube, Liebe, Gemeinschaft – bleiben nicht im Unverbindlichen, sondern werden im Blick auf das Verhältnis Philemons zu seinem Sklaven Onesimus konkret. Dass Paulus die Freilassung des Sklaven nicht explizit fordert, ist ihm vor allem in der neueren Auslegungsgeschichte oft vorgeworfen worden – wie Müller zeigt jedoch zu Unrecht. Unter den Bedingungen der antiken Sklaverei und ihrer rechtlichen Bestimmungen war die Freilassung nicht immer die bessere Wahl. Vor allem aber erwartet Paulus mehr als rechtlich gefordert werden kann, nämlich ein neues, gewandeltes Verhältnis zwischen Sklave und Herr, das sich im Alltag auswirkt. Müller lenkt die Aufmerksamkeit darauf, dass die Frage nach dem Verhältnis von Verschiedenen nicht als Privatangelegenheit, sondern als Angelegenheit der ganzen Gemeinde behandelt wird, was die bleibende Aktualität des Philemonbriefs ausmacht.; Description for press or other media: Im Philemonbrief legt Paulus dar, was es ethisch heißt, Christ zu sein. Er veranschaulicht die zentralen Begriffe Glaube, Liebe und Gemeinschaft am Beispiel von Philemon und seinem Sklaven Onesimus.; Promotional text: Der kürzeste der erhaltenen Paulusbriefe kann auf den ersten Blick unscheinbar wirken. Aber der Philemonbrief wird in seiner Aussagekraft oft unterschätzt, kann man ihn doch als Lehrstück christlicher Ethik bezeichnen. Müller geht der neuen Weltsicht nach, die Paulus mit den Worten Glaube, Liebe, Gemeinschaft umschreibt und deren Bedeutung er beispielhaft anhand der Beziehung zwischen Philemon und seinem Sklaven Onesimus erläutert. Müller zeigt, dass die Frage nach dem Verhältnis von Verschiedenen für Paulus keine Privatangelegenheit ist, sondern in die Gemeinde gehört – ein aktuelles Thema.
ISBN:3525516371
Persistent identifiers:DOI: 10.13109/9783666516375