| Summary: | Hans Nielsen Hauge ist vielleicht die eigenartigste Gestalt des norwegischen Protestantismus. Man kann geradezu sagen, dass vor allem durch ihn das norwegische Luthertum zu bewusstem Eigenleben erwacht ist. Gewiss gab es auch vor ihm echtes lutherisches Christentum in Norwegen. Hauge selbst ist aus dem Mutterboden der stillen Kirchenfrömmigkeit herausgewachsne, die in seinem Volke lebte. Wenn der dänische Kulturhistoriker Georg Brandes sagt: "Obwohl das Christentum offiziell in Norwegen durch Olaf Trygvasön (Olav Tryggvason 963 - 1000) vor neunhundert Jahren eingeführt worden ist, so wurde es doch tatsächlich eingeführt von Hans Nielsen Hauge", so ist das eine geistvoll Übertreibung. Aber Hauge hat das Evangelium gleichsam erst mit der norwegischen Volksseele verschmolzen. Mit ihm erst beginnt die Geschichte des norwegischen Protestantismus als Volksreligion, nicht nur als Kirchenreligion.
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