Controversial Issues, Criteria, and Religion: A Radical Perspective on the Criterion Debate and some Remarks on Its Relevance for Religious Education

Dieser Text bietet eine radikale Perspektive auf die Kriteriendebatte und befasst sich mit ihrer Relevanz für den nichtkonfessionellen Religionsunterricht. Ich gehe davon aus, dass zwei unterschiedliche, aber miteinander verbundene Anliegen im Mittelpunkt der Debatte stehen. Erstens geht es bei der...

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Bibliographic Details
Subtitles:"Special Issue: Religion und Kontroversen in Schulen"
Kontroverse Themen, Kriterien und Religion$deine radikale Perspektive auf die Kriteriendebatte und einige Anmerkungen zu ihrer Relevanz für den Religionsunterricht
Main Author: Sætra, Emil (Author)
Format: Electronic Article
Language:English
Check availability: HBZ Gateway
Interlibrary Loan:Interlibrary Loan for the Fachinformationsdienste (Specialized Information Services in Germany)
Published: 2026
In: Religionspädagogische Beiträge
Year: 2026, Volume: 49, Issue: 1, Pages: 1-13
Further subjects:B Kriteriendiskussion
B Religious instruction
B kontroverse Themen
B ideale und nicht-ideale Theorie
Online Access: Volltext (kostenfrei)
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Description
Summary:Dieser Text bietet eine radikale Perspektive auf die Kriteriendebatte und befasst sich mit ihrer Relevanz für den nichtkonfessionellen Religionsunterricht. Ich gehe davon aus, dass zwei unterschiedliche, aber miteinander verbundene Anliegen im Mittelpunkt der Debatte stehen. Erstens geht es bei der Frage der Abgrenzung darum, wie zwischen kontroversen und nicht kontroversen Themen unterschieden werden kann. Zweitens geht es um die Frage des Unterrichts, bei der es darum geht, die normativen Konsequenzen der Abgrenzungsfrage für die Unterrichtspraxis zu formulieren. In Bezug auf die Frage der Abgrenzung argumentiere ich, dass sie vernünftigerweise nicht als ein Problem angesehen werden kann, das theoretisch gelöst und einmalig und für alle Zeiten durch theoretische Kriterien festgelegt werden kann. Die hartnäckige Annahme, dass man aus einem einzigen Kriterium ableiten kann, was in allen möglichen Fällen zu tun ist, ist ein hartnäckiges Problem, das den Fortschritt der Debatte behindert und verworfen werden sollte. Um die Debatte voranzubringen, wäre es sinnvoller, die Abgrenzung als eine fortlaufende praktische Tätigkeit zu betrachten, die je nach Kontext unterschiedlich verfolgt werden kann. In Bezug auf die Frage des Unterrichts spreche ich mich ebenfalls gegen die Vorstellung aus, dass es in der Bildung ein vorrangiges höchstes Gut gibt. Der Vorteil dieser Ablehnung besteht darin, dass sie Pädagogen die Freiheit gibt, eine Vielzahl von Bildungszielen und -erfahrungen zu verfolgen, ohne sie in eine einzige unveränderliche, allumfassende Vision einpassen zu müssen.
ISSN:2750-3941
Contains:Enthalten in: Religionspädagogische Beiträge
Persistent identifiers:DOI: 10.20377/rpb-1952