Justification and Compromise in Contemporary Democratic Theory about Religion

Heutige Gesellschaften sind durch religiöse Vielfalt geprägt und regelmäßig mit Meinungsverschiedenheiten über den angemessenen Platz von Religion im öffentlichen Leben und die Aufgaben des Staates und der öffentlichen Institutionen konfrontiert. Im Beitrag wenden wir uns der Demokratietheorie zu un...

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Bibliographic Details
Subtitles:"Special Issue: Religion und Kontroversen in Schulen"
Authors: Ahlhaus, Svenja 1988- (Author) ; Westphal, Manon 1986- (Author)
Format: Electronic Article
Language:English
Check availability: HBZ Gateway
Interlibrary Loan:Interlibrary Loan for the Fachinformationsdienste (Specialized Information Services in Germany)
Published: 2026
In: Religionspädagogische Beiträge
Year: 2026, Volume: 49, Issue: 1, Pages: 1-12
Further subjects:B Demokratietheorie
B demokratische Legitimität
B Religion
B Justification
B Compromise
B religiöse Konflikte
Online Access: Volltext (kostenfrei)
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Description
Summary:Heutige Gesellschaften sind durch religiöse Vielfalt geprägt und regelmäßig mit Meinungsverschiedenheiten über den angemessenen Platz von Religion im öffentlichen Leben und die Aufgaben des Staates und der öffentlichen Institutionen konfrontiert. Im Beitrag wenden wir uns der Demokratietheorie zu und zeigen, wie sie Debatten über Religion und Möglichkeiten zum Umgang mit Konflikten um Religion bereichern kann. Wir argumentieren, dass zwei Ansätze der Demokratietheorie besonders geeignete Ausgangspunkte für dieses Unterfangen sind. Den einen bezeichnen wir als den "rechtfertigungsorientierten" Ansatz, den anderen als den "kompromissorientierten" Ansatz. Beide Ansätze haben sich in der Demokratietheorie als Antworten auf die allgemeinere Frage entwickelt, wie Demokratien mit einer Vielfalt von Standpunkten und Konflikten zwischen gegensätzlichen politischen Präferenzen umgehen sollten. Unser Ziel ist es, zu zeigen, dass diese beiden Ansätze der Demokratietheorie unterschiedliche Wege im Umgang mit (religiöser) Vielfalt vorschlagen, die nicht als sich gegenseitig ausschließend betrachtet werden sollten, sondern als Möglichkeiten, demokratische Reaktionen auf Konflikte bezüglich Religion auf multimodale Weise zu gestalten. Die Anerkennung der Vielfalt demokratietheoretischer Ansätze ist daher von besonderer Bedeutung für systematische Versuche, die Beziehung zwischen Demokratietheorie und Religion zu analysieren.
ISSN:2750-3941
Contains:Enthalten in: Religionspädagogische Beiträge
Persistent identifiers:DOI: 10.20377/rpb-1966