Die Kluft zwischen eingeschätzten und tatsächlichen Fähigkeiten bei der Erhebung der spirituellen Anamnese

Diese Studie behandelt praktische Probleme der spirituellen Anamnese im klinischen Umfeld. Nach einer 180-minütigen Schulung wurden die Teilnehmer eingeladen, spirituelle Anamnesen zu erheben und mit Hilfe von zwei zu diesem Zweck erstellten Fragebögen aus Sicht des Befragers und des Befragten zu be...

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Bibliographic Details
Authors: Mayr, Beate (Author) ; Elhardt, Eva (Author) ; Riedner, Carola (Author) ; Roser, Traugott 1964- (Author) ; Frick, Eckhard 1955- (Author) ; Paal, Piret (Author)
Format: Electronic Article
Language:German
Check availability: HBZ Gateway
Interlibrary Loan:Interlibrary Loan for the Fachinformationsdienste (Specialized Information Services in Germany)
Published: 2016
In: Spiritual care
Year: 2016, Volume: 5, Issue: 1, Pages: 9-16
Further subjects:B Training
B Evaluation
B spiritual assessment
B Education
B Spirituelle Anamnese
Online Access: Volltext (lizenzpflichtig)
Volltext (lizenzpflichtig)
Description
Summary:Diese Studie behandelt praktische Probleme der spirituellen Anamnese im klinischen Umfeld. Nach einer 180-minütigen Schulung wurden die Teilnehmer eingeladen, spirituelle Anamnesen zu erheben und mit Hilfe von zwei zu diesem Zweck erstellten Fragebögen aus Sicht des Befragers und des Befragten zu bewerten. 56 spirituelle Anamnesen wurden durchgeführt. Die Einschätzung der beiden Gruppen zeigte eine statistisch hochsignifikante Übereinstimmung. Die Befrager äußerten (M = 3,4) eine größere Belastung als die Befragten (M = 1,9). Als Belastungsfaktoren wurden eigene Unsicherheit, ablehnende Haltung von Patienten und wenig unterstützende äußere Bedingungen identifiziert. Die Studie machte eine Kluft zwischen den eingeschätzten und tatsächlichen Fähigkeiten bei der Erhebung der spirituellen Anamnese deutlich.
This study outlines practical issues concerning spiritual assessment within the clinical setting. After a 180-minute training the participants were invited to conduct spiritual assessments, and evaluate these by means of two questionnaires, from both, the interviewer’s and the interviewee’s perspective. 56 spiritual assessments were conducted. The ratings of both groups demonstrated statistically significant agreements. The interviewers expressed a higher strain (M = 3,4) than the interviewees (M = 1,9). Uncertainties, patients’ reluctant attitudes as well as little support from external conditions were identified as burdensome. The study revealed a gap between the estimated and actual abilities to perform a spiritual assessment.
ISSN:2365-8185
Contains:Enthalten in: Spiritual care
Persistent identifiers:DOI: 10.1515/spircare-2016-0003