Lebensgestaltung als weisheitliche Lebensverantwortung

Es wird in diesem Artikel ein Plädoyer geboten für die Rehabilitation des in den letzten Dekaden des 20. Jahrhunderts zunehmend in Ungunst geratenen Ordnungsmotivs, hier mit besonderem Verweis auf die Weisheitsliteratur. Indessen spielt das paradoxe Element der Begrenzung dieses Gedankens eine wesen...

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Bibliographic Details
Main Author: Loader, James Alfred 1945- (Author)
Format: Electronic Article
Language:German
Check availability: HBZ Gateway
Interlibrary Loan:Interlibrary Loan for the Fachinformationsdienste (Specialized Information Services in Germany)
Published: 2002
In: Old Testament essays
Year: 2002, Volume: 15, Issue: 3, Pages: 715-738
Online Access: Volltext (kostenfrei)
Description
Summary:Es wird in diesem Artikel ein Plädoyer geboten für die Rehabilitation des in den letzten Dekaden des 20. Jahrhunderts zunehmend in Ungunst geratenen Ordnungsmotivs, hier mit besonderem Verweis auf die Weisheitsliteratur. Indessen spielt das paradoxe Element der Begrenzung dieses Gedankens eine wesentliche Rolle. Der Gedanke von Gott als Grenze sowohl im positiven als auch im negativen Sinn wird erörtert und fährt zur Beobachtung einer Art Skepsis, die keineswegs nur bei Kohelet und Agur zu beobachten ist, sondern auch sonst in der Spruchliteratur belegt ist. Weise mußten lernen, sich mit der Ambivalenz von einerseits gültigen Wahrnehmungen und Folgerungen und andererseits versagenden, weil myopischen Wahrnehmungen abzufinden. Wo sie sich einmal ihrer Limite bewußt geworden ist, haftet auch der sogenannten "optimistischen" Weisheit eine Dimension des Ungeheuren an. Weil das "Gottesfurcht" heißt, paßt dieser Begriff nicht weniger als etwa das Motiv der Verwunderung zur Grundstruktur der nur sehr bedingt "kühl" zu nennenden Weisheit Israels.
ISSN:2312-3621
Contains:Enthalten in: Old Testament essays
Persistent identifiers:HDL: 10520/EJC85501