Positionierung der katholischen Kirche im Internet

Das Internet hat sich zu einem Massenmedium entwickelt, das in allen gesellschaftlichen Milieus zu Hause ist - allerdings mit ganz unterschiedlicher Dichte. Während zum Beispiel nur 15 Prozent der Konservativen und fünf Prozent der Traditionsverwurzelten das Internet nutzen - sind es im Milieu der M...

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Bibliographic Details
Main Author: Meier, Klaus (Author)
Format: Electronic Article
Language:German
Check availability: HBZ Gateway
Interlibrary Loan:Interlibrary Loan for the Fachinformationsdienste (Specialized Information Services in Germany)
Published: 2006
In: Communicatio socialis
Year: 2006, Volume: 39, Issue: 3, Pages: 285-294
Online Access: Volltext (kostenfrei)
Volltext (kostenfrei)
Parallel Edition:Non-electronic
Description
Summary:Das Internet hat sich zu einem Massenmedium entwickelt, das in allen gesellschaftlichen Milieus zu Hause ist - allerdings mit ganz unterschiedlicher Dichte. Während zum Beispiel nur 15 Prozent der Konservativen und fünf Prozent der Traditionsverwurzelten das Internet nutzen - sind es im Milieu der Modrnen Performer 77 Prozent und bei den Postmateriellen und den Experimentalisten rund zwei Drittel. Eine Internet-Strategie der katholischen Kirche sollte sich also auf die Einstellungen, Wünsche und Erwartungen ganz bestimmter Milieus konzentrieren. Traditionelle Lebensauffassungen und Lebensstile - kurzum: der kirchliche Mainstream - spielen beim Internet-Publikum eine sehr geringe Rolle. Die Intemet-Nutzerwünschen sich einerseits eine offene Kirche ("Kirche von unten") und sehen andererseits Kirche als "virtuelle Basisstation", mit der sie sich neben anderen Religionen, Weltanschauungen und Philosophien autonom und kreativ auseinandersetzen und die sie in Krisenzeiten beanspruchen möchten. (...)
ISSN:2198-3852
Contains:Enthalten in: Communicatio socialis
Persistent identifiers:DOI: 10.5771/0010-3497-2006-3-285