Vom Informations- zum Pseudojournalismus: Berichterstattungsmuster im Wandel

Journalismus ist stets ein Kind seiner Zeit. Die Art und Weise der Berichterstattung folgt den gesellschaftlichen Randbedingungen, die den Journalismus in jeder Epoche umschließen. Technik, Wirtschaft und Gesellschaftspolitik sind die maßgeblichen Einflussfaktoren, die journalistische Berichterstatt...

Full description

Saved in:  
Bibliographic Details
Main Author: Hohlfeld, Ralf 1966- (Author)
Format: Electronic Article
Language:German
Check availability: HBZ Gateway
Interlibrary Loan:Interlibrary Loan for the Fachinformationsdienste (Specialized Information Services in Germany)
Published: 2003
In: Communicatio socialis
Year: 2003, Volume: 36, Issue: 3, Pages: 223-243
Online Access: Volltext (kostenfrei)
Volltext (kostenfrei)
Description
Summary:Journalismus ist stets ein Kind seiner Zeit. Die Art und Weise der Berichterstattung folgt den gesellschaftlichen Randbedingungen, die den Journalismus in jeder Epoche umschließen. Technik, Wirtschaft und Gesellschaftspolitik sind die maßgeblichen Einflussfaktoren, die journalistische Berichterstattungsmuster im 20. und 21. Jahrhundert formen und Journalismus als institutionelle Ordnung jeweils begründen. Siegfried Weisehenberg zufolge handelt es sich bei diesen Mustern um "die Gesamtstrategien des Wirklichkeitsbezugs und der Thematisierung im Journalismus". Diese Gesamtstrategien beziehen sich nicht allein auf die Quellen der Berichterstattung, die Recherchemethoden und die Präsentationsmodi, sondern erstrecken sich auch auf die Inszenierung des Wirklichkeitsbezugs in Medienaussagen.Journalistische Berichterstattungsmuster sind demzufolge historisch variant, sie ändern sich mit den gesellschaftlichen Randbedingungen. Als Paradigmen von Selektion und Thematisierung geben sie Auskunft auch über die ökonomischen Produktionsverhältnisse im System der Massenmedien - vor allem aber beschreiben sie die wesentlichen Bezüge im Journalismus und deren Bedeutung. So geben sie gewissermaßen auch die Folie ab, auf der sich Qualitäten in der Medienberichterstattung entwickeln. Diese Qualitäten werden, so die These des Beitrags, massiv durch die dominanten Inszenierungsstrategien im Mediensystem beeinflusst. (...)
ISSN:2198-3852
Contains:Enthalten in: Communicatio socialis
Persistent identifiers:DOI: 10.5771/0010-3497-2003-3-223