Wer zitiert wen?: Zu den intertextuellen Bezügen zwischen Joel und Jona

Die Bücher Joel und Jona weisen zwei markante intertextuelle Bezüge auf: Joel 2,13; Jona 4,2 bieten eine einmalige Version der Gnadenformel, bei der Gottes Reue (נחם) an die Stelle seiner Treue (אמת) tritt, und in Joel 2,14; Jona 3,9 stimmt die Wendung מי־יודע ישׁוב ונחם überein. Der Beitrag stellt...

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Bibliographic Details
Main Author: Schmitz, Tobias 1996- (Author)
Format: Electronic Article
Language:German
Check availability: HBZ Gateway
Interlibrary Loan:Interlibrary Loan for the Fachinformationsdienste (Specialized Information Services in Germany)
Published: 2025
In: Zeitschrift für die alttestamentliche Wissenschaft
Year: 2025, Volume: 137, Issue: 2, Pages: 240-255
Standardized Subjects / Keyword chains:B Bible. Joel 2,13 / Bible. Jona 4,2 / Bible. Joel 2,14 / Bible. Jona 3,9 / Repentance of God / Intertextuality
IxTheo Classification:HB Old Testament
Further subjects:B Gnadenformel
B God’s regret
B Intertextuality
B Jonah
B Joel
Online Access: Volltext (lizenzpflichtig)
Volltext (lizenzpflichtig)
Description
Summary:Die Bücher Joel und Jona weisen zwei markante intertextuelle Bezüge auf: Joel 2,13; Jona 4,2 bieten eine einmalige Version der Gnadenformel, bei der Gottes Reue (נחם) an die Stelle seiner Treue (אמת) tritt, und in Joel 2,14; Jona 3,9 stimmt die Wendung מי־יודע ישׁוב ונחם überein. Der Beitrag stellt die Mehrheitsposition, dass Jona Joel zitiere, infrage. Er legt erstens dar, dass der literarische Befund an diesen Stellen für die Priorität Jonas spricht, und zeigt zweitens auf, wie und mit welcher Aussageabsicht das Buch Jona seine Aussagen zu Gottes Reue geformt und Joel sie von dort übernommen hat.
ISSN:1613-0103
Contains:Enthalten in: Zeitschrift für die alttestamentliche Wissenschaft
Persistent identifiers:DOI: 10.1515/zaw-2025-2004