Sakramentalität der Welt: sakramental-theologische Perspektiven

Die Sakramente sind die göttliche Pädagogik, durch die der dreieinige Gott die Christen lehrt, die Welt zu lesen und in ihr die Gegenwart Gottes und ihre eigene Bestimmung zu finden. Diese Pädagogik geht in zwei Richtungen: Einerseits sind die Sakramente privilegierte Momente in der Heilsökonomie, d...

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Bibliographic Details
Main Author: Belcher, Kimberly 1979- (Author)
Format: Electronic Article
Language:German
Check availability: HBZ Gateway
Interlibrary Loan:Interlibrary Loan for the Fachinformationsdienste (Specialized Information Services in Germany)
Published: 2025
In: Concilium
Year: 2025, Volume: 61, Issue: 2, Pages: 117-124
Online Access: Volltext (lizenzpflichtig)
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Description
Summary:Die Sakramente sind die göttliche Pädagogik, durch die der dreieinige Gott die Christen lehrt, die Welt zu lesen und in ihr die Gegenwart Gottes und ihre eigene Bestimmung zu finden. Diese Pädagogik geht in zwei Richtungen: Einerseits sind die Sakramente privilegierte Momente in der Heilsökonomie, die die Christen lehren, die Welt richtig zu lesen und Gottes Charakter in der geschaffenen Ordnung zu erkennen. Andererseits erhellen die Eigenschaften der Schöpfung und ihrer Beziehungen sowohl die Praxis als auch das Verständnis der Sakramente. In der wechselseitigen Dynamik, die durch die sakramentale Praxis entsteht, verkündet die Schöpfung ihren Ursprung und ihr Telos in Gott sowie ihre wechselseitige Abhängigkeit von den Menschen. Die pädagogische Bedeutung der Sakramente gab den Anstoß für die Entwicklung des Konzepts im Westen, dass sie »Zeichen der heiligen Dinge« sind, »Zeichen einer heiligen Sache, insofern es die Menschen heilig macht«, oder Symbole. Eine parallele Reihe von Traditionen betrifft die Sakramente als Pädagogik für die geistigen Sinne. Die sakramentalen Feiern der Kirche stellen eine Reihe von Beziehungen und Gegensätzen her, die den Christen dabei helfen, Gott in der Welt zu finden. Gleichzeitig ist ein Verständnis der Welt als sakramentale Natur wichtig, um zu verhindern, dass sakramentale Symbole flach und idiosynkratisch werden.
ISSN:2943-0054
Contains:Enthalten in: Concilium
Persistent identifiers:DOI: 10.5771/0588-9804-2025-2-117