Kleidungsmetaphorik in der frühjüdischen Schrift „Joseph und Aseneth“ und im Ersten Petrusbrief
In der Erzählliteratur der Antike wird die Kleidung relativ häufig als Moment der Charakterzeichnung eingesetzt, wobei der Darstellungsaspekt für die Charakterzeichnung von besonderer Bedeutung ist. Im frühjüdischen Roman „Joseph und Aseneth“ kann die Entwicklung, die Aseneth durchläuft, auch am Wec...
| Autres titres: | The Significance of Clothing Imagery in “Joseph and Aseneth” and 1 Peter |
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| Auteur principal: | |
| Type de support: | Imprimé Article |
| Langue: | Allemand |
| Vérifier la disponibilité: | HBZ Gateway |
| Interlibrary Loan: | Interlibrary Loan for the Fachinformationsdienste (Specialized Information Services in Germany) |
| Publié: |
2024
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| Dans: |
Studien zum Neuen Testament und seiner Umwelt / A
Année: 2024, Volume: 49, Pages: 81-103 |
| Sujets / Chaînes de mots-clés standardisés: | B
Vêtement
/ Métaphore
/ Joseph et Aseneth
/ Bibel. Petrusbrief 1.
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| Classifications IxTheo: | HC Nouveau Testament HD Judaïsme ancien |
| Résumé: | In der Erzählliteratur der Antike wird die Kleidung relativ häufig als Moment der Charakterzeichnung eingesetzt, wobei der Darstellungsaspekt für die Charakterzeichnung von besonderer Bedeutung ist. Im frühjüdischen Roman „Joseph und Aseneth“ kann die Entwicklung, die Aseneth durchläuft, auch am Wechsel ihrer Kleidung beobachtet werden; für diese Transformationen sind folgende Passagen von besonderem Interesse: JosAs 2,4; 3,6; 10,8-11.14; 13,2— 5; 14,12.14; 15,10; 18,5; 20,6. Die zu beobachtenden Entwicklungen werden zum Anlass genommen, einen Vergleich mit dem Ersten Petrusbrief zu unternehmen, in dem sich entsprechende Punkte in der dort gewählten Kleidungsmetaphorik ausmachen lassen. Anhand des metaphernspendenden Bereichs der Kleidung markiert der Autor des 1 Petr vier Schritte auf dem Glaubensweg der Christusgläubigen, um Entwicklungsprozesse zu initiieren. Bei sukzessiver Lektüre kommt zunächst die Gegenwart in den Blick (1 Petr 1,13); im Rückblick auf die Vergangenheit vor dem Zum-Glauben-Kommen kann Altes zurückgelassen werden (1 Petr 2,1) - für die Zukunft gilt es, sich in spezifischer Weise „zu rüsten“ (1 Petr 4,1). Für die Herausforderungen der Gegenwart aber bleibt die beständige Aufgabe, sich in der Demut zu üben und die Arbeitsschürze (1 Petr 5,5) gewissermaßen als „zweite Haut“ zu verstehen. In narrative literature of antiquity, clothing is a rather frequently used marker of characterization. Thereby the representational aspect is of particular importance in the process of character development. This also applies to the early Jewish novel “Joseph and Aseneth”. At quite a number of instances (JosAs 2:4; 3:6; 10:8—11, 14; 13:2-5; 14:12, 14; 15:10; 18:5; 20:6) the specific development that Aseneth undergoes is indicated in the changing of her clothes. This observation is taken as an opportunity to make a comparison with the First Epistle of Peter, in which clothing-metaphoric is of comparable importance. On the basis of the metaphorical field of clothing the author of 1 Peter marks four steps on the path of faith of believers in Christ: With successive reading, the present comes into view first (1 Peter 1:13); looking back at the past before coming to faith old things can be left behind (1 Peter 2:1) — for the future it is a matter of “arming” in a specific way (1 Peter 4:1). For the challenges of the present, however, there remains the constant task of humility (1 Peter 5:5) as a kind of “second skin”. |
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| ISSN: | 1027-3360 |
| Contient: | Enthalten in: Studien zum Neuen Testament und seiner Umwelt / A
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