Die Inklusion des Todes Arrangements des Terrors unter dem Blickwinkel konditionierter Koproduktion von Bewusstsein, Gemeinschaft und Gesellschaft

Unter welchen Konstellationen einer konditionierten Koproduktion kann es zum ‚Einschnappen‘ in eine Todesbereitschaft kommen, die den Tod bringt und erleiden lässt? Welche Formen der Verschränkung von Ego und Alter Ego sowie von Gemeinschaft und Gesellschaft können dazu führen, dass die Imaginäre de...

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Bibliographic Details
Main Author: Vogd, Werner 1963- (Author)
Format: Electronic Article
Language:German
Check availability: HBZ Gateway
Interlibrary Loan:Interlibrary Loan for the Fachinformationsdienste (Specialized Information Services in Germany)
Published: 2016
In: Soziale Systeme
Year: 2016, Volume: 21, Issue: 1, Pages: 185-216
Standardized Subjects / Keyword chains:B Girard, René 1923-2015
Online Access: Volltext (lizenzpflichtig)
Description
Summary:Unter welchen Konstellationen einer konditionierten Koproduktion kann es zum ‚Einschnappen‘ in eine Todesbereitschaft kommen, die den Tod bringt und erleiden lässt? Welche Formen der Verschränkung von Ego und Alter Ego sowie von Gemeinschaft und Gesellschaft können dazu führen, dass die Imaginäre des Todes bedeutsamer werden als die Autopoiesis des eigenen Körpers? Mit Blick auf Luhmanns Theorie der Autopoiesis des Bewusstseins wird zunächst deutlich, dass die Problematik eines epistemischen Dualismus, der den Menschen sich über die eigene Körperlichkeit erheben lässt, immer schon angelegt ist. Angefangen beim Selbstmord und endend beim gesellschaftlich und gemeinschaftlich hoch integrierten Terror der SS werden unterschiedliche Arrangements aufgezeigt, in denen sich das Ich-Selbst gegenüber dem Leib hypostasiert. Abschließend wird von den Fallbeispielen abstrahiert, um zu einer Heuristik analytisch zu unterscheidender Konstellationen des Terrors zu gelangen. Es wird deutlich, dass Terror nicht gleich Terror ist und je nach Konstellation andere Antworten gefragt sind.
Under which constellations of a conditioned co-production emerge the ‘snap in’ into a willingness to die that brings death and suffering? Which forms of the entanglement of ego and alter ego as well as of communion and society culminate in a imaginary of death that becomes more significant than the autopoiesis of one’s own body? With a look at Luhmann’s theory of the autopoiesis of consciousness, it first becomes clear that the problem of an epistemic dualism that allows people to rise above their own physicality is inherent present. Beginning with suicide and ending with the socially and collectively highly integrated terror of the SS, different arrangements are analysed in which the ego-self hypostasizes itself against the body. Finally, out of the case studies will abstracted a heuristics of analytically distinguishable constellations of terror. It becomes clear that terror is not just terror and that different answers are required depending on the constellation.
ISSN:2366-0473
Contains:Enthalten in: Soziale Systeme
Persistent identifiers:DOI: 10.1515/sosys-2016-0008