Die Individualisierung des islamistischen Terrorismus: Einzeltäter bedrohen Europa, aber der "Islamische Staat" bleibt die größte Gefahr

Mehrere jihadistische Anschläge haben in den letzten Monaten gezeigt, dass sich die Gefahr durch islamistische Terroristen in Europa verschärft. Die meisten "erfolgreichen" Attentate wurden von Einzeltätern verübt, die über keine oder nur schwache Verbindungen zu Organisationen wie dem &qu...

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Bibliographic Details
Main Author: Steinberg, Guido 1968- (Author)
Corporate Author: Stiftung Wissenschaft und Politik. Herausgebendes Organ (Issuing body)
Format: Electronic Book
Language:German
Check availability: HBZ Gateway
WorldCat: WorldCat
Interlibrary Loan:Interlibrary Loan for the Fachinformationsdienste (Specialized Information Services in Germany)
Published: Berlin SWP [November 2024]
In: SWP-Aktuell (2024, Nr. 56 (November 2024))
Year: 2024
Series/Journal:SWP-aktuell 2024, Nr. 56 (November 2024)
Further subjects:B Migration policy
B Terrorism
B Dschihadismus
B IS Khorasan
B Gruppe zur Unterstützung des Islam und der Muslime (JNIM)
B Europäische Union
B Bedrohungsvorstellung
B Jihadismus
B Militancy
B "Islamischer Staat"
B Islam
B al-Qaida
B Risk factor
B Development
B Islamischer Staat
B Tendency
B Islamismus
B Terrorist
B Einzeltäter
Online Access: Volltext (kostenfrei)
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Rights Information:CC BY 4.0
Description
Summary:Mehrere jihadistische Anschläge haben in den letzten Monaten gezeigt, dass sich die Gefahr durch islamistische Terroristen in Europa verschärft. Die meisten "erfolgreichen" Attentate wurden von Einzeltätern verübt, die über keine oder nur schwache Verbindungen zu Organisationen wie dem "Islamischen Staat" (IS) verfügten, sich aber von seiner Propaganda hatten inspirieren lassen. Es ist ein Indiz für die Fragmentierung des jihadistischen Milieus und die Schwäche jihadistischer Organisatio­nen, dass sie auf Einzeltäter setzen müssen, die meist nur begrenzten Schaden anrichten. Um die Wirksamkeit von Anschlägen zu erhöhen, versuchen Gruppierungen wie der IS, potentielle Terroristen einzeln oder in Gruppen bei der Planung, Organisation und Durchführung der Aktionen virtuell anzuleiten. Bisher wurden diese Versuche meist vereitelt, doch Organisationen wie der IS Khorasan sind in den letzten Jahren erstarkt. Setzt sich dieser Trend fort, dürfte die Bedrohung weiter steigen. Einzeltäteranschläge werden dann wieder nur eine unter mehreren Operations­weisen sein. Die wachsende Gefahr erfordert eine rasche und umfassende Stärkung der deutschen Terrorismusabwehr.
Item Description:Gesehen am 06.11.2024
Physical Description:1 Online-Ressource (8 Seiten)
Access:Open Access
Persistent identifiers:DOI: 10.18449/2024A56
HDL: 10419/306291
URN: urn:nbn:de:0168-ssoar-99037-1