Der zerbrochene Spiegel: Die babylonische Eroberung Jerusalems als kulturelles Trauma

Die Eroberung Jerusalems durch die Babylonier 587 v.u.Z. und ihre Folgen – insbesondere das babylonische Exil – gelten allgemein als Zäsur in der Geschichte Israels. Zahlreiche biblische Texte beziehen sich auf dieses Ereignis. Das vorliegende Buch zeigt, dass sich die Erzählung der babylonischen Er...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
1. VerfasserIn: Ammann, Sonja 1984- (Verfasst von)
Medienart: Elektronisch Buch
Sprache:Deutsch
Verfügbarkeit prüfen: HBZ Gateway
WorldCat: WorldCat
Fernleihe:Fernleihe für die Fachinformationsdienste
Veröffentlicht: Paderborn Brill | Schöningh [2024]
In: Studies in cultural contexts of the Bible (Band 9)
Jahr: 2024
Schriftenreihe/Zeitschrift:Studies in cultural contexts of the Bible Band 9
normierte Schlagwort(-folgen):B Babylonisches Exil / Rezeption / Bibel. Jeremia / Bibel. Könige 2. / Bibel. Chronik 2. / Psychisches Trauma / Kollektives Gedächtnis
B Wellhausen, Julius 1844-1918 / Babylonisches Exil
B Bibel. Psalmen 137 / Bibel. Jeremia 29 / Babylonisches Exil
IxTheo Notationen:HB Altes Testament
weitere Schlagwörter:B Tempelzerstörung
B Hebrew Bible
B Tanach
B Jeremia 39
B Julius Wellhausen
B Geschichtsschreibung
B Babylonisches Exil
B Old Testament
B Jeremia 52
B Jeremiah 52
B Hebräische Bibel
B 2. Könige 24-25
B 2 Kings 24-25
B Historiography
B Psalm 137
B Temple Destruction
B Jeremiah 39
B Jeremiah 29
B Jeremia 29
B Tanakh
B Babylonian Exile
B Altes Testament
Online-Zugang: Cover
Volltext (Open Access)
Volltext (lizenzpflichtig)
Rechteinformation:InC 1.0
Beschreibung
Zusammenfassung:Die Eroberung Jerusalems durch die Babylonier 587 v.u.Z. und ihre Folgen – insbesondere das babylonische Exil – gelten allgemein als Zäsur in der Geschichte Israels. Zahlreiche biblische Texte beziehen sich auf dieses Ereignis. Das vorliegende Buch zeigt, dass sich die Erzählung der babylonischen Eroberung Jerusalems und ihrer Folgen erst im Laufe der Zeit als Leidensnarrativ in der überlieferten Form herausgebildet hat. Dieser Prozess, in dem ein gefestigtes Bild dieser Ereignisse und ihrer Bedeutung entsteht, lässt sich als Etablierung eines kulturellen Traumas beschreiben. Die letztlich dominante Trauma-Erzählung bewahrt nicht die Erinnerung der unmittelbaren (emotionalen) Auswirkung der Ereignisse. Vielmehr lässt sich zeigen, dass wesentliche Elemente der Trauma-Erzählung wie die Deportation der Bevölkerung und die Zerstörung des Tempels erst in jüngeren biblischen Texten zentral werden.
The conquest of Jerusalem by the Babylonians in 587 BCE and its consequences—especially the Babylonian exile—are generally considered a turning point in the history of Israel. Numerous biblical texts refer to this event. This book demonstrates that the narrative of the Babylonian conquest of Jerusalem and its consequences only emerged over time as a narrative of suffering in its traditional form. This process, in which a consolidated image of these events and their significance emerges, can be described as the establishment of a cultural trauma. The ultimately dominant trauma narrative does not preserve the memory of the immediate (emotional) impact of the events. Rather, it can be shown that essential elements of the trauma narrative, such as the deportation of the population and the destruction of the temple, only become central in more recent biblical texts. [Mit KI übersetzt]
Physische Details:1 Online-Ressource (VIII, 183 Seiten)
ISBN:978-3-657-79383-9
Persistent identifiers:DOI: 10.30965/9783657793839