Alterssicherung hat viele Facetten: Schutzbedarfe für ein abgesichertes Leben im Alter
In einer Gesellschaft des langen Lebens wie der unseren ist der erwerbsarbeitsfreie Ruhestand für die große Mehrheit der Menschen ein erwartbares Phänomen. Und viele wünschen sich ein abgesichertes Leben im Alter nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere Menschen. In diesem Beitrag skizzier...
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Contributors: | |
Format: | Electronic Article |
Language: | German |
Check availability: | HBZ Gateway |
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Interlibrary Loan: | Interlibrary Loan for the Fachinformationsdienste (Specialized Information Services in Germany) |
Published: |
2023
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In: |
Jahrbuch für Christliche Sozialwissenschaften
Year: 2023, Volume: 64, Pages: 21-33 |
Standardized Subjects / Keyword chains: | B
Germany
/ Old-age pension plan
/ Poverty
/ Protection magic
/ History 1957-2023
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IxTheo Classification: | KBB German language area NCC Social ethics TK Recent history |
Online Access: |
Volltext (kostenfrei) Volltext (kostenfrei) |
Summary: | In einer Gesellschaft des langen Lebens wie der unseren ist der erwerbsarbeitsfreie Ruhestand für die große Mehrheit der Menschen ein erwartbares Phänomen. Und viele wünschen sich ein abgesichertes Leben im Alter nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere Menschen. In diesem Beitrag skizzieren wir kurz die neuzeitliche Entwicklung der Alterssicherung, wobei das mit der Rentenreform 1957 eingeführte Umlageverfahren gegenüber kapitalgedeckten Verfahren den deutlichen Vorteil hat, gegen Inflation und Kapitalverlust weitgehend gesichert zu sein. Durch die Verlagerung auf kapitalgedeckte private Altersvorsorge ist die Alterssicherung wieder deutlich unsicherer geworden. Und die Altersarmut wird wieder zum Thema, sowohl die Armutsgefährdungsquoten als auch die absoluten Zahlen an von Armut betroffenen älteren Menschen steigen. Am Beispiel Wohnen verdeutlichen wir, dass vor allem alleinlebende Mieterinnen im Alter durch Wohnkosten finanziell überbelastet sind. Die Teilprivatisierung der Altersvorsorge schützt jene Gruppen nicht vor Altersarmut, die nicht ausreichend vorsorgen können. Alterssicherung sollte stattdessen so ausgestaltet werden, dass sie allen sichere Alterseinkommen und einen verlässlichen Schutz vor Mangel und Not im Alter bietet. Die Stärkung der umlagefinanzierten gesetzlichen Rentenversicherung mit ihren solidarischen Elementen und ihrer Dynamisierung mit jährlichen Rentenanpassungen sowie einem Hinterbliebenenschutz ist hierfür der beste Weg. |
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ISSN: | 2196-6265 |
Contains: | Enthalten in: Jahrbuch für Christliche Sozialwissenschaften
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Persistent identifiers: | DOI: 10.17879/jcsw-2023-5059 |