Hippos
(῞Ιππος, jüd.-aram. סוסיתה/»Stute«, isr. Susita, arab. Qalʾat el Ḥiṣn), Stadt 2 km vom Ostufer des Sees Genezareth, benannt nach der Hügelform (370 m Höhe), über einen Sattel mit dem Golan verbunden. Am Ufer südlich von ‘En Gev bilden zwei Molen einen künstlichen Hafen. – Das seleuk. Antiochia H. wu...
| Main Author: | |
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| Format: | Electronic Dictionary entry/article |
| Language: | German |
| Check availability: | HBZ Gateway |
| Interlibrary Loan: | Interlibrary Loan for the Fachinformationsdienste (Specialized Information Services in Germany) |
| Published: |
2015
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| In: |
Religion in Geschichte und Gegenwart online
Year: 2015 |
| Online Access: |
Volltext (lizenzpflichtig) Volltext (lizenzpflichtig) |
| Summary: | (῞Ιππος, jüd.-aram. סוסיתה/»Stute«, isr. Susita, arab. Qalʾat el Ḥiṣn), Stadt 2 km vom Ostufer des Sees Genezareth, benannt nach der Hügelform (370 m Höhe), über einen Sattel mit dem Golan verbunden. Am Ufer südlich von ‘En Gev bilden zwei Molen einen künstlichen Hafen. – Das seleuk. Antiochia H. wurde 83/80 v.Chr. von Alexander Jannai erobert. 63 unterstellte Pompeius H. der Provincia Syria. 37 erste autonome Münzen (mit Tyche). 30–4 Herodes, danach wieder der Provincia Syria unterstellt. Erneute autonome Münzen 67/68–222 n.Chr. betonen die Zugehörigkeit zur Dekapolis. Unter den Münzbildern ist neben der Tyche mit Pferd und dem Pegasos als »Stadtwappen« Zeus Arotesios in einem Tetrastylos dargestellt. In einer Inschrift des 2./3.Jh. wird der nab. Gott Dusares angerufen. Um 400 gehörte H. zur Palaestina Secunda. Bischofssitz (bezeugt Sardes 343?, Seleukeia 359, Jerusalem 518 und 536). 637 als Distrikt Sūsiya unter isl. Verwaltung. Zerstört durch das Erdbeben von 747. Lat. Titularbistum seit dem 14.Jh. – Die archäologische Erforschung steht noch aus. Planrekonstruktion der spätröm.-byz. Stadt: Stadtmauer und Türme folgen dem Gelände. Stadttor im Osten, Nebentore im Norden und Westen. Cardo von Ost nach West mit rechtwinklig abzweigenden decumani. Vier Kirchen, die teilweise freigelegte Kathedrale (Baptisterium mit Inschrift, 591), ein Bad, ein Nymphäum, ein Theater(?), ein Aquädukt. Ein Großteil der Hippener dürfte außerhalb der Stadt gewohnt haben (»Antiochener bei Hippos«). |
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| ISSN: | 2405-8262 |
| Contains: | Enthalten in: Religion in Geschichte und Gegenwart online
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| Persistent identifiers: | DOI: 10.1163/2405-8262_rgg4_SIM_09897 |