Frühjudentum

. Der Terminus bez. in etwa die Epoche zw. dem Ende des babylonischen Exils (539 v.Chr.), der Neuerrichtung des Jerusalemer Tempels (520) und dem Abschluß der HB einerseits sowie der Zerstörung des Jerusalemer Tempels (70 n.Chr.) und der Entstehung des rabb. Judentums andererseits. Damit deckt der B...

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Main Author: Wandrey, I. (Author)
Format: Electronic Dictionary entry/article
Language:German
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Published: 2015
In: Religion in Geschichte und Gegenwart online
Year: 2015
Online Access: Volltext (lizenzpflichtig)
Volltext (lizenzpflichtig)
Description
Summary:. Der Terminus bez. in etwa die Epoche zw. dem Ende des babylonischen Exils (539 v.Chr.), der Neuerrichtung des Jerusalemer Tempels (520) und dem Abschluß der HB einerseits sowie der Zerstörung des Jerusalemer Tempels (70 n.Chr.) und der Entstehung des rabb. Judentums andererseits. Damit deckt der Begriff »F.« einen Zeitraum ab, der von Historikern je nach Schwerpunkt auch als hell.-röm. Periode (300 v.Chr. – 200 n.Chr.), neuerdings auch »Middle Judaism« (Boccaccini) oder als Zeit des zweiten Tempels (520 v.Chr. – 70 n.Chr.) bez. wird. Er wurde in den 30er Jahren von F.C.Grant geprägt (Grant 5), um den Terminus »Spätjudentum« (einflußreich: W.Bousset) abzulösen, der auf der christl.-zentrierten Ansicht beruht, daß das Judentum »zw. den beiden Testamenten« lediglich eine Spätform des bibl. Israel sei und durch das neuentstehende Christentum abgelöst wurde. Im deutschsprachigen Raum hat sich die Emanzipation der jüd. Gesch. von einer pejorativen, allein auf das entstehende Christentum ausgerichteten Darstellung in den 60er und 70er Jahren durchgesetzt (vgl. Schreiner/Maier).
ISSN:2405-8262
Contains:Enthalten in: Religion in Geschichte und Gegenwart online
Persistent identifiers:DOI: 10.1163/2405-8262_rgg4_SIM_08001