Ontologisch oder epistemisch?: Anselm von Canterbury über die Begriffe Wahrheit und Richtigkeit

Dieser Artikel untersucht die Semantik und das logische Verhältnis der Begriffe „Wahrheit“ und „Richtigkeit“ in Anselms De veritate: Werden sie relativ oder absolut verstanden? Sind sie synonym oder nicht? Handelt es sich um ontologische oder um epistemische Begriffe? Richtig ist, was einer Vorschri...

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Main Author: Löhrer, Guido 1960- (Author)
Format: Electronic Article
Language:German
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Published: 2002
In: Recherches de théologie et philosophie médiévales
Year: 2002, Volume: 69, Issue: 2, Pages: 296-317
Online Access: Volltext (JSTOR)
Volltext (lizenzpflichtig)
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Summary:Dieser Artikel untersucht die Semantik und das logische Verhältnis der Begriffe „Wahrheit“ und „Richtigkeit“ in Anselms De veritate: Werden sie relativ oder absolut verstanden? Sind sie synonym oder nicht? Handelt es sich um ontologische oder um epistemische Begriffe? Richtig ist, was einer Vorschrift genügt oder einer Regel folgt. Bei Gott haben wir es dagegen mit einem einstelligen Gebrauch des Ausdrucks zu tun, da Gott ausschließlich Regelgebender ist und Richtigkeit als Maßstab allererst setzt, ohne selbst danach bemessen zu werden. Wahrheit hat es mit Fakten, Richtigkeit mit Normen zu tun. Als „rectitudo sola mente perceptibilis“ (Anselms Wahrheitsdefinition) ist „Wahrheit“ ein ontologischer bzw. nichtepistemischer Begriff, der seinerseits von Richtigkeit abhängt, die ein normativer bzw. epistemischer Begriff ist.\n4207 \n4207
ISSN:1783-1717
Contains:Enthalten in: Recherches de théologie et philosophie médiévales
Persistent identifiers:DOI: 10.2143/RTPM.69.2.972