Provisorisch leben: Prognostik zwischen Wissenschaft und Religion
Der Beitrag setzt sich mit den sich aus der naturwissenschaftlichen Forschung ergebenden Prognosemöglichkeiten auseinander und sucht darauf theologisch zu reagieren. Dazu wird zunächst entfaltet, warum und wie Menschen als zeitlich existierende Wesen überhaupt auf Prognose angewiesen sind und deshal...
| Main Author: | |
|---|---|
| Format: | Electronic Article |
| Language: | German |
| Check availability: | HBZ Gateway |
| Interlibrary Loan: | Interlibrary Loan for the Fachinformationsdienste (Specialized Information Services in Germany) |
| Published: |
2021
|
| In: |
Berliner theologische Zeitschrift
Year: 2021, Volume: 38, Issue: 1, Pages: 280-309 |
| Online Access: |
Presumably Free Access Volltext (lizenzpflichtig) Volltext (lizenzpflichtig) |
| Rights Information: | InC 1.0 |
| Summary: | Der Beitrag setzt sich mit den sich aus der naturwissenschaftlichen Forschung ergebenden Prognosemöglichkeiten auseinander und sucht darauf theologisch zu reagieren. Dazu wird zunächst entfaltet, warum und wie Menschen als zeitlich existierende Wesen überhaupt auf Prognose angewiesen sind und deshalb immer vorausschauend, also pro-visorisch existieren. Es folgen Darlegungen zur Bedeutung der Prognose in den empirisch-naturgesetzlichen Wissenschaften, die deutlich machen, dass Prognosen weit mehr sind als ein besonderer Anwendungsfall der Naturwissenschaften: Sie bilden so etwas wie ihren strukturellen Kern. Es schließen sich Überlegungen zur Transformation wissenschaftlicher Prognose im Kontext der modernen Gesellschaft und Kultur an. Es wird gezeigt, dass Religion und Wissenschaft in modernen Gesellschaften mehr gemeinsam haben als es sich von der Differenz ihrer Zugangsweisen zu und Umgangsweisen mit der Wirklichkeit her nahelegen würde. Den Schluss bildet ein kurzes Fazit mit einigen grundlegenden Überlegungen zur provisorischen Existenz heute aus theologischer Perspektive. This essay deals with the prognostic potential of the empirical sciences and seeks to respond to them theologically. Firstly, it presents why and how human beings - as transitory beings in time - depend on prognosis so that their existence is always anticipatory and pro-visionary. It then elaborates on the meaning of prognosis in the empirico-nomological sciences and shows that prognosis is not simply an application of scientific method, but reflects the core of that method itself. In what follows, the essay reflects on the transformations of scientific prognosis within the context of modern society and culture. It is argued that religion and science in modern societies have more in common than is reflected in their different approaches to reality. Finally, some fundamental considerations of pro-visionary existence today will be discussed from a theological perspective. |
|---|---|
| ISSN: | 2699-3414 |
| Contains: | Enthalten in: Berliner theologische Zeitschrift
|
| Persistent identifiers: | DOI: 10.1515/bthz-2021-0016 |