Kommunikationsfreiheit im digitalen Zeitalter: zwölf Thesen

Die Digitalisierung hat eine starke Ausweitung von Kommunikationsmöglichkeiten mit sich gebracht. Dabei wird die zuvor medientechnisch verankerte Trennung von Massenkommunikation (Öffentlichkeit) und Individualkommunikation (Privatheit) sukzessive aufgehoben. So ist es möglich, dass herkömmliche, re...

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Bibliographic Details
Main Author: Pöttker, Horst 1944- (Author)
Format: Print Article
Language:German
Check availability: HBZ Gateway
Interlibrary Loan:Interlibrary Loan for the Fachinformationsdienste (Specialized Information Services in Germany)
Published: [2016]
In: Communicatio socialis
Year: 2016, Volume: 49, Issue: 4, Pages: 347-353
Standardized Subjects / Keyword chains:B New media / Freedom of opinion / Communication / Publicity / Privateness
IxTheo Classification:NCD Political ethics
Description
Summary:Die Digitalisierung hat eine starke Ausweitung von Kommunikationsmöglichkeiten mit sich gebracht. Dabei wird die zuvor medientechnisch verankerte Trennung von Massenkommunikation (Öffentlichkeit) und Individualkommunikation (Privatheit) sukzessive aufgehoben. So ist es möglich, dass herkömmliche, rechtlich (Art. 5, Abs. 2 GG) und berufsethisch (Pressekodex) geltende Schranken der Pressefreiheit in sozialen Netzwerken unterlaufen und damit wirkungslos werden. Um auch im digitalen Bereich (wieder) notwendige Schranken der Kommunikationsfreiheit zur Geltung zu bringen, ohne die hier gegebenen Chancen für das Herstellen von Öffentlichkeit zu verbauen, muss entweder journalistische Berufsethik zum Bestandteil der allgemeinen Moral oder die staatliche Regulierung publizistischer Medien auf Netzbetreiber erweitert werden. Der erste Weg ist sehr lang, der zweite mit dem Risiko einer Instrumentalisierung für Machtzwecke belastet.
ISSN:0010-3497
Contains:Enthalten in: Communicatio socialis