Ausnahmeregelung für Schächten warmblütiger Tiere, Urteil vom 15.01.2002 - 1 BvR 1783/99

Leitsätze: 1. Die Tätigkeit eines nichtdeutschen gläubigen muslimischen Metzgers, der Tiere ohne Betäubung schlachten (schächten) will, um seinen Kunden in Übereinstimmung mit ihrer Glaubensüberzeugung den Genuss von Fleisch geschächteter Tiere zu ermöglichen, ist verfassungsrechtlich anhand von Art...

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Bibliographic Details
Corporate Author: Deutschland. VerfasserIn (Author)
Format: Print Article
Language:German
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Published: 2006
In: Entscheidungen in Kirchensachen seit 1946
Year: 2006, Volume: 40, Pages: 1-15
IxTheo Classification:SA Church law; state-church law
Further subjects:B Jurisdiction
B State law of churches
B Islam
B Ritual slaughter
B Germany Bundesverfassungsgericht
B Constitutional law
B Germany
Description
Summary:Leitsätze: 1. Die Tätigkeit eines nichtdeutschen gläubigen muslimischen Metzgers, der Tiere ohne Betäubung schlachten (schächten) will, um seinen Kunden in Übereinstimmung mit ihrer Glaubensüberzeugung den Genuss von Fleisch geschächteter Tiere zu ermöglichen, ist verfassungsrechtlich anhand von Art. 2 Abs. 1 i. V. m. Art. 4 Abs. 1 und 2 GG zu beurteilen. 2. Im Lichte dieser Verfassungsnormen ist § 4a Abs. 1 i. V. m. Abs. 2 Nr. 2 Alt. 2 des Tierschutzgesetzes so auszulegen, dass muslimische Metzger eine Ausnahmegenehmigung für das Schächten erhalten können.
ISSN:0340-8760
Contains:Enthalten in: Entscheidungen in Kirchensachen seit 1946