[Rezension von: Schütte, Wolfgang, 1960-, Israels Exil in Juda]

Bei dem zu besprechenden Buch handelt es sich um eine Sammlung teils bereits früher publizierter, teils neuer Aufsätze von Wolfgang Schütte, die der Frage nach der Entstehung der Schriftprophetie nachgehen. Leitend für seine These, die er insbesondere von Hosea und Amos her entfaltet und dann über M...

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Bibliographic Details
Main Author: Kilchör, Benjamin 1984- (Author)
Contributors: Schütte, Wolfgang 1960- (Bibliographic antecedent)
Format: Electronic Review
Language:German
Check availability: HBZ Gateway
Interlibrary Loan:Interlibrary Loan for the Fachinformationsdienste (Specialized Information Services in Germany)
Published: [2017]
In: Old Testament essays
Year: 2017, Volume: 30, Issue: 3, Pages: 874-878
Review of:Israels Exil in Juda (Fribourg : Academic Press Fribourg, 2016) (Kilchör, Benjamin)
IxTheo Classification:HB Old Testament
Further subjects:B Book review
Online Access: Volltext (kostenfrei)
Volltext (kostenfrei)
Description
Summary:Bei dem zu besprechenden Buch handelt es sich um eine Sammlung teils bereits früher publizierter, teils neuer Aufsätze von Wolfgang Schütte, die der Frage nach der Entstehung der Schriftprophetie nachgehen. Leitend für seine These, die er insbesondere von Hosea und Amos her entfaltet und dann über Micha und Jesaja zu den späteren Propheten weiter verfolgt, ist das Konzept von Israels Exil in Juda, das dem Buch seinen Titel gibt. Gemeint ist damit, dass Flüchtlinge aus dem Nordreich nach der assyrischen Eroberung Israels im 8. Jh. ins Südreich Juda flohen, wo sie ihre israelitische Identität behielten. Texte, die einen exilischen Kontext erkennen lassen, seien darum nicht vorschnell in das babylonische Exil des 6. Jh. zu datieren. Vielmehr sei bei Texten wie Hos 1,2-2,3 immer zuerst zu erwägen, „ob neben der (nach-)babylonischen Zeit auch ein israelitisches Exil in Juda den geistigen Hintergrund des Textes liefern könnte“ (S.20). Eine zentrale Frage, der Schütte darum in seinen Aufsätzen nachgeht, ist, welche Grössen jeweils mit Ausdrücken wie „Israel“, „Jakob“, „Josef“, „Ephraim“, aber auch „Juda“ bezeichnet werden.
ISSN:2312-3621
Contains:Enthalten in: Old Testament essays
Persistent identifiers:DOI: 10.17159/2312-3621/2017/v30n3a19
HDL: 10520/EJC-da5a7046b