Martin Luther: vom Mönch zum Familienvater

Für das evangelische kulturelle Gedächtnis ist Martin Luther der Familienvater par excellence: Das evangelische Pfarrhaus hat seit dem 19. Jahrhundert in Mar tin Luther und Katharina von Bora ein vorbildliches Paar gesehen, das Orien tierung verhieß und zugleich eine Projektionsfläche bildete. „Wenn...

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Bibliographic Details
Main Author: Leppin, Volker 1966- (Author)
Format: Electronic Article
Language:German
Check availability: HBZ Gateway
Interlibrary Loan:Interlibrary Loan for the Fachinformationsdienste (Specialized Information Services in Germany)
Published: 2018
In: Saeculum
Year: 2018, Volume: 68, Issue: 2, Pages: 361-378
Online Access: Volltext (kostenfrei)
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Description
Summary:Für das evangelische kulturelle Gedächtnis ist Martin Luther der Familienvater par excellence: Das evangelische Pfarrhaus hat seit dem 19. Jahrhundert in Mar tin Luther und Katharina von Bora ein vorbildliches Paar gesehen, das Orien tierung verhieß und zugleich eine Projektionsfläche bildete. „Wenn es je eine glückliche Ehe gegeben hat, so war es diejenige von Pater Martinus“, postulierte Adolph Kohut zum Lutherjubiläum 1917.1 Luther selbst musste sich den Weg zur Familie durch mehrere Auseinandersetzungen erringen. Die Entscheidung gegen eine Familiengründung entstammte einem ebenso krassen Konflikt wie die Entscheidung, wieder eine Familie zu gründen. Im ersten Fall riskierte er den Bruch mit dem eigenen Vater, im zweiten zog er die Konsequenzen aus seinem Bruch mit der alten Kirche. In beiden Fällen verschränkten sich spiritu elle beziehungsweise theologische Bedürfnisse mit biographischen Auseinandersetzungen.
ISSN:2194-4075
Contains:Enthalten in: Saeculum
Persistent identifiers:DOI: 10.15496/publikation-54003
DOI: 10.7788/saeculum-2018-680210
HDL: 10900/112627