Kidnapping aus Heilssorge? Der lange Schatten des Edgardo Mortara

Papst Johannes Paul II. hat mit seinem Gesetzbuch (Codex Iuris Canonici 1983) gegen lange und intensive Kritik an der rechtlichen Erlaubtheit der Nottaufe eines Kindes auch nichtkatholischer Eltern selbst gegen deren Willen festgehalten (c. 868 § 2 CIC). Der Beitrag behandelt die theologischen Grund...

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Bibliographic Details
Main Author: Lüdecke, Norbert 1959- (Author)
Format: Electronic Book
Language:German
Check availability: HBZ Gateway
Interlibrary Loan:Interlibrary Loan for the Fachinformationsdienste (Specialized Information Services in Germany)
Published: Bonn Universitäts- und Landesbibliothek Bonn 2017
In:Year: 2017
Online Access: Volltext (Langzeitarchivierung Nationalbibliothek)
Volltext (Resolving-System)
Volltext (kostenfrei)
Description
Summary:Papst Johannes Paul II. hat mit seinem Gesetzbuch (Codex Iuris Canonici 1983) gegen lange und intensive Kritik an der rechtlichen Erlaubtheit der Nottaufe eines Kindes auch nichtkatholischer Eltern selbst gegen deren Willen festgehalten (c. 868 § 2 CIC). Der Beitrag behandelt die theologischen Grundlagen dieser umstrittenen Norm (Vorrang der Heilsnotwendigkeit der Taufe vor dem Elternrecht), die historische Hypothek des Mortara-Falles (Wegnahme eines jüdischen Kindes aus seiner Familie im Kirchenstaat des 19. Jahrhunderts durch Papst Pius IX., weil es nach katholischer Nottaufe überlebte), die Redaktionsgeschichte der beibehaltenen Norm sowie die damit verbundene Belastung des katholisch-jüdischen Dialogs.
Item Description:In: Schöningh : Paderborn [u.a.], 2010
Physical Description:Online-Ressource
Persistent identifiers:HDL: 20.500.11811/1002
URN: urn:nbn:de:101:1-2018031560