Bemerkungen zur Formgeschichte des Evangeliums III. Das Evangelium als Missionsbuch

Wir haben in zwei voraufgegangenen Aufsätzen die Forderung erhoben, die formgeschichtliche Methode zu präzisieren, indem der spezifische Ort jeder Einzelüberlieferung gesucht werden solite, weil Kerygma als Missionsverkündigung, in der Lehre oder in der Erinnerung weitergereicht werden kann. Das Erg...

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Detalles Bibliográficos
Autor principal: Schille, Gottfried 1929-2005 (Autor)
Tipo de documento: Print Artículo
Lenguaje:Alemán
Verificar disponibilidad: HBZ Gateway
Interlibrary Loan:Interlibrary Loan for the Fachinformationsdienste (Specialized Information Services in Germany)
Publicado: [1958]
En: New Testament studies
Año: 1958, Volumen: 5, Número: 1, Páginas: 1-11
Parallel Edition:Electrónico
Descripción
Sumario:Wir haben in zwei voraufgegangenen Aufsätzen die Forderung erhoben, die formgeschichtliche Methode zu präzisieren, indem der spezifische Ort jeder Einzelüberlieferung gesucht werden solite, weil Kerygma als Missionsverkündigung, in der Lehre oder in der Erinnerung weitergereicht werden kann. Das Ergebnis erscheint uns zunächst etwas unerwartet, wenn Marc. vorwiegend als Katechet zu arbeiten scheint und auch Matt. vorwiegend katechetische Stoffe ergänzt, so daβ mit dessen Werk der katechetische Stoff der Urchristenheit im groβen und ganzen als güultig fixiert gelten darf. Allerdings stöβt das Matt. nun doch in eine neue Richtung vor, die auch in Marc. mindestens keimhaft angelegt worden war. Denn so sehr man das Matt. als das katechetische Evangelium und daher als das geborene Evangelium der Kirche bezeichnen darf so dürfte es doch die T¨r zu einem vollig neuartigen Verständnis der Gattung “Evangelium” aufgestoβen haben, indem es aus einem Werk für die Getauften das Buch des Missionars werden läβt. Öffnet sich hier etwa die Möglichkeit, das Evangelium zum Missionsbuch umzuschreiben?
ISSN:0028-6885
Obras secundarias:Enthalten in: New Testament studies