Nacht-Erfahrung: theologische Dimensionen einer Metapher
Gewöhnlich wird die Metapher der Nacht mit Johannes vom Kreuz in Verbindung gebracht, der zu Beginn der Neuzeit sein bekanntes Nacht-Gedicht und die zugehörige Kommentierung verfaßt hat. Die vorliegende Studie zeigt auf, daß die Nacht aber auch neben der mit Johannes beginnenden >karmelitischen S...
Summary: | Gewöhnlich wird die Metapher der Nacht mit Johannes vom Kreuz in Verbindung gebracht, der zu Beginn der Neuzeit sein bekanntes Nacht-Gedicht und die zugehörige Kommentierung verfaßt hat. Die vorliegende Studie zeigt auf, daß die Nacht aber auch neben der mit Johannes beginnenden >karmelitischen Spur< eine wichtige Rolle für die theologische Deutung und poetische Gestaltung von Glaubenserfahrung spielt. In der Betrachtung theologischer und lyrischer Texte von Blaise Pascal (1623-1662), Novalis (1772-1801), Gerard Manley Hopkins (1844-1889), Reinhold Schneider (1903-1958) und Erich Przywara (1889-1972) werden die theologischen Dimensionen der Metapher erschlossen. So wird deutlich, daß die grundlegende metaphorische Ambivalenz der Nacht, die sowohl Erfahrung von Leid, Kreuz und Gottesferne als auch von Erfüllung und Gottesbegegnung ausdrücken kann, eine fruchtbare Rolle im Bemühen um eine zeitgemäße Gestalt des Glaubens einzunehmen vermag. Die Metapher umgrenzt und dynamisiert den Raum moderner Glaubenserfahrung, in dem Gottesfinsternis zum Impuls für Glaubensvertiefung werden kann |
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Physical Description: | X, 350 S., 220 mm x 140 mm |
ISBN: | 3429026350 |