Rechte der Flüchtlinge und die Verantwortung der Staaten in einer globalen Solidargemeinschaft
Entgegen der allgemeinen Tendenz, Flucht und Asyl exklusiv aus der aktuellen Perspektive von Zuwanderungsstaaten als mit allen Mitteln abzuwehrende Bedrohung wahrzunehmen, wird im vorliegenden Artikel für einen ressourcen- und chancenorientierten Blick auf Flüchtlinge und Zuwanderer plädiert, der di...
Main Author: | |
---|---|
Format: | Electronic Article |
Language: | German |
Check availability: | HBZ Gateway |
Journals Online & Print: | |
Interlibrary Loan: | Interlibrary Loan for the Fachinformationsdienste (Specialized Information Services in Germany) |
Published: |
2016
|
In: |
ET studies
Year: 2016, Volume: 7, Issue: 2, Pages: 2013-226 |
IxTheo Classification: | NCD Political ethics XA Law |
Online Access: |
Volltext (kostenfrei) |
Parallel Edition: | Non-electronic
|
Summary: | Entgegen der allgemeinen Tendenz, Flucht und Asyl exklusiv aus der aktuellen Perspektive von Zuwanderungsstaaten als mit allen Mitteln abzuwehrende Bedrohung wahrzunehmen, wird im vorliegenden Artikel für einen ressourcen- und chancenorientierten Blick auf Flüchtlinge und Zuwanderer plädiert, der die Rechte und Interessen sowohl der Geflüchteten als auch der aufnehmenden Gesellschaft gleichermaßen berücksichtigt. Ein entgrenzender Blick auf die aktuelle Herausforderung macht deutlich, dass Migration schon immer zum Menschsein gehörte und Fluchtmigration globale Ungerechtigkeiten offenbart, die auch langfristig auf dieser Ebene bekämpft werden müssen. Dem dient letztlich eine Weiterentwicklung des Menschenrechtsregimes auf internationaler Ebene, als dessen Vorläufer und Wegbereiter das Asylrecht gelten kann, das bei allen Unwägbarkeiten und Zufällen jeder Flucht den Betroffenen stets einen menschengerechteren Status verschaffen und langfristig zu einer Ausdifferenzierung und Humanisierung des Rechts beitragen konnte. Die heute gängige Unterscheidung zwischen 'echten' Flüchtlingen und kriminalisierten 'Wirtschaftsflüchtlingen' erweist sich dabei als überkommenes Relikt des 19. Jh., das menschenrechtlich fragwürdig ist, den aktuellen Herausforderungen des 21. Jh. allenfalls höchst eingeschränkt gerecht wird und eher geeignet ist von den globalen Problemen abzulenken. |
---|---|
ISSN: | 2033-4273 |
Contains: | Enthalten in: Europäische Gesellschaft für Katholische Theologie, ET studies
|
Persistent identifiers: | DOI: 10.2143/ETS.7.2.3170096 |