Bischöfliche Repräsentation: Ursprung und Entwicklung bis zum Niedergang des Weströmischen Reiches

Untersuchungsgegenstand der Dissertation "Bischöfliche Repräsentation. Ursprung und Entwicklung bis zum Niedergang des weströmischen Reiches" ist in einem weiteren Sinn Formensprache und Symbolik der frühen, christlichen Kirche, die gleichermaßen Ausdruck wie Instrument hierarchischer Ordn...

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Bibliographic Details
Main Author: Kritzinger, Peter 1976- (Author)
Corporate Author: Friedrich-Schiller-Universität Jena (Degree granting institution)
Format: Print Book
Language:German
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Fernleihe:Fernleihe für die Fachinformationsdienste
Published: Jena Pfingsten 2009
In:Year: 2009
Standardized Subjects / Keyword chains:B Bishop / Representation / History 200-500
Further subjects:B Thesis
Parallel Edition:Electronic
Description
Summary:Untersuchungsgegenstand der Dissertation "Bischöfliche Repräsentation. Ursprung und Entwicklung bis zum Niedergang des weströmischen Reiches" ist in einem weiteren Sinn Formensprache und Symbolik der frühen, christlichen Kirche, die gleichermaßen Ausdruck wie Instrument hierarchischer Ordnung sind (Kap. 1). Das repräsentative Auftreten der Bischöfe entwickelte sich offensichtlich nicht zuletzt aus einer gewissen Gewohnheit des Alltags heraus. Vor diesem Hintergrund wird das wechselseitige Verhalten zwischen Bischöfen und verschiedenen Zielgruppen (Klerus, humiliores, honestiores, Kaiser) dargestellt und ausgewertet. Dabei lässt sich beobachten, dass sich der Episkopat in vorconstantinischer Zeit den römischen Traditionen weitgehend beugte, was sich im 4. und 5. Jahrhundert immer mehr abnahm (Kap. 3). Auf diese Vorüberlegungen baut der Hauptteil der Arbeit auf, der sich chronologisch in zwei Abschnitte aufteilt, in denen - ungefähr gleich gewichtet - die Repräsentation des Bischofs bis Konstantin (Kap. 4) und die Entwicklung nach Konstantin (Kap. 5) behandelt werden. Das repräsentative Verhalten wird im Anlehnung an Andreas Alföldis bahnbrechenden Arbeiten zur Repräsentation der römischen Kaiser nach einzelnen sachlichen Aspekten gegliedert dargestellt (Kleidung, Thron, Architektur). Die bischöflichen Paramente haben sich demnach nicht, wie dies die Forschung seit Joseph Brauns monumentaler Studie einheitlich bis heute annimmt , erst im späten 4. Jahrhundert ausgebildet, sondern bereits zu Beginn des 3. Jahrhunderts. Allerdings erfuhren die Paramente im Zuge der "Verweltlichung" (vgl. Kap. 2) des Amtes im 4. und 5. Jahrhundert eine geradezu revolutionäre Umgestaltung. Der "Thron" lässt sich bereits seit dem 2. Jahrhundert für den Episkopat belegen...