Das Reich in der Frühen Neuzeit

Auf sehr bemerkenswerte Weise hat Johann Wolfgang Goethe in seiner Autobiographie "Dichtung und Wahrheit" Wesentliches über das frühneuzeitliche Heilige Römische Reich gesagt, als er sich an die Wahl und Krönung Josephs II. im Frühjahr 1764 erinnerte: "...andererseits aber konnte ich...

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Bibliographic Details
Main Author: Neuhaus, Helmut 1944- (Author)
Contributors: Gall, Lothar 1936-2024 (Other)
Format: Print Book
Language:German
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Published: München Oldenbourg 2003
In: Enzyklopädie deutscher Geschichte (Bd. 42)
Year: 2003
Edition:2. Auflage
Series/Journal:Enzyklopädie deutscher Geschichte Bd. 42
Standardized Subjects / Keyword chains:B Imperial constitution
B Germany / Imperial constitution / History 1495-1806
Further subjects:B Legislative bodies Holy Roman Empire History
B Holy Roman Empire History 1517-1648
B Holy Roman Empire History 1648-1804
B Holy Roman Empire Imperial parliament History
B Constitutional history Holy Roman Empire
B Spring
B Electors (Kurfürsten)
B Bibliography
Online Access: Cover (Publisher)
Table of Contents (Publisher)
Description
Summary:Auf sehr bemerkenswerte Weise hat Johann Wolfgang Goethe in seiner Autobiographie "Dichtung und Wahrheit" Wesentliches über das frühneuzeitliche Heilige Römische Reich gesagt, als er sich an die Wahl und Krönung Josephs II. im Frühjahr 1764 erinnerte: "...andererseits aber konnte ich mir ein geheimes Mißtrauen nicht verbergen, wenn ich ... bemerken mußte, daß hier mehrere Gewalten einander gegenüber standen, die sich das Gleichgewicht hielten, und nur insofern einig waren, als sie den neuen Regenten noch mehr als den alten zu beschränken gedachten; daß jedermann sich nur insofern seines Einflusses freute, als er seine Privilegien zu erhalten und zu erweitern, und seine Unabhängigkeit mehr zu sichern hoffte." Mit dem Jahr 1495 beginnt die Geschichte des frühneuzeitlichen Heiligen Römischen Reiches; sie erstreckt sich über ziemlich genau drei Jahrhunderte. Diese stehen im Zeichen des ununterbrochenen Kampfes zwischen Kaiser und Reichsständen um eine monarchisch-zentralistische oder eine ständisch-föderalistische Ausprägung der Reichsverfassung. Handlungsfähig war das Reich als Ganzes dennoch nur auf der Grundlage des Konsenses zwischen Kaiser und Reichsständen. Neuhaus untersucht die frühneuzeitliche Verfassungsgeschichte vom späten 15. bis ins frühe 19. Jahrhundert. Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation kann aus der - lange vorherrschenden - Sicht des spätneuzeitlichen Macht-, Anstalts- und Nationalstaates nicht historisch adäquat verstanden werden. Es ist deshalb selbst zu einem bevorzugten Gegenstand neuhistorischer Forschung in Deutschland geworden.
Item Description:Literaturverz. S. [103] - 144
Physical Description:X, 160 Seiten
ISBN:3-486-56729-2
978-3-486-56729-8