Die Geburt der Interpretation: die hermeneutische Revolution des Historismus als Beginn der Postmoderne

"Überzeitlicher Sinn" des Textes versus "historische Bedeutung" - diese Unterscheidung und zugleich der Versuch, beides in "wissenschaftlicher" Weise aufeinander zu beziehen, ist typisch für einen Großteil der hermeneutischen Ansätze der Theologie im 19. und 20. Jahrhun...

Descrizione completa

Salvato in:  
Dettagli Bibliografici
Autore principale: Neumann, Klaus 1964- (Autore)
Tipo di documento: Stampa Libro
Lingua:Tedesco
Servizio "Subito": Ordinare ora.
Verificare la disponibilità: HBZ Gateway
WorldCat: WorldCat
Interlibrary Loan:Interlibrary Loan for the Fachinformationsdienste (Specialized Information Services in Germany)
Pubblicazione: Stuttgart Kohlhammer 2002
In: Forum Systematik (16)
Anno: 2002
Periodico/Rivista:Forum Systematik 16
(sequenze di) soggetti normati:B Esegesi / Storia
B Metodo storico-critico / Storicismo <arte>
B Bibel / Ermeneutica / Storia 1800-2000
Altre parole chiave:B Hermeneutics
B Metodo storico-critico
B Ermeneutica
B Storicismo <arte>
Accesso online: Indice
Descrizione
Riepilogo:"Überzeitlicher Sinn" des Textes versus "historische Bedeutung" - diese Unterscheidung und zugleich der Versuch, beides in "wissenschaftlicher" Weise aufeinander zu beziehen, ist typisch für einen Großteil der hermeneutischen Ansätze der Theologie im 19. und 20. Jahrhundert. Diese revolutionär neue Art der Exegese - das Modell der "historischen Interpretation" - hängt eng mit dem Aufkommen des Historismus zusammen, der als tiefgreifender Paradigmenwechsel gegenüber dem Denken der Aufklärung zu begreifen ist. Allerdings war und ist der Anspruch einer wissenschaftlichen Vermittlung zwischen "Sinn" und "Bedeutung" hochproblematisch, denn dem historistischen Denken war von Anfang an jene Tendenz zur Fragmentierung und Relativierung der Wirklichkeit inhärent, die heute - unter den Bedingungen der Postmoderne - noch einmal ganz neu von jeder theologischen Hermeneutik mitbedacht werden muss. Es geht dabei um nicht weniger als die Frage, ob eine "wissenschaftliche" Historie und Exegese überhaupt möglich ist. Gegenwärtig scheint dieser Herausforderung eine "kulturanthropologisch" oder "mentalitätengeschichtlich" orientierte Historiographie am besten gerecht zu werden, die die biblischen Texte konsequent als Produkt einer "fremden" Kultur verstehen will und ebenso konsequent darauf verzichtet, in normativer Weise ihre gegenwärtige Bedeutsamkeit festzuschreiben.
Descrizione del documento:Literaturverz. S. 184 - 196
Descrizione fisica:199 S.
ISBN:3-17-017596-3