RT Book T1 Das kommunikative Gedächtnis: eine Theorie der Erinnerung A1 Welzer, Harald 1958- LA German PP München PB Verlag C.H. Beck YR 2002 UL https://ixtheo.de/Record/351984445 AB Das Gedächtnis ist nicht das, wofür wir es halten. Lange Zeit dachte man, es sei ein untrügliches Archiv, eine Art Computer, in dem Erlebnisse und Ereignisse gespeichert werden, die es nur abzurufen gilt. Welch ein Irrtum! Das Gedächtnis weiß nicht nur mehr als wir wissen, sondern es ist zudem auch noch erfinderisch. Das Gehirn hat weniger mit einfachen Reizen, Daten oder ähnlichem zu tun, sondern vielmehr mit Informationen, die Bedeutung haben. "Bedeutung" aber entsteht durch sprachliche und nicht-sprachliche Kommunikation, die wir mittels unserer Emotionen bewerten. Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, daß selbst unsere lebensgeschichtlichen Erinnerungen nicht immer auf eigene Erlebnisse zurückgehen müssen, sondern sich oft auch aus anderen Quellen - beispielsweise aus Büchern, Filmen, Erzählungen anderer - speisen. So sehr wir uns alle für Individuen halten, uns autonom und getrennt vom anderen sehen, für unser Gedächtnis gilt dies nicht. Ohne Austausch, ohne das vielfältige Wechselspiel mit anderen, ohne emotionale Bewertung des Erlebten bleibt unsere Erinnerung leer. Das Gedächtnis ist kommunikativ oder gar nicht. NO Literaturverzeichnis: Seite 236-242 NO Bespr. Psych.heute 2003/2 CN a SN 978-3-406-49336-2 SN 3-406-49336-X K1 Memory K1 Kommunikatives Gedächtnis : Psychologie : Soziologie : kognitive Psychologie : Neurowissenschaft : Emotion : Erinnerung : Gefühle K1 Welzer, Harald K1 Gedächtnis K1 Lebenserinnerung K1 Emotionen K1 Interaktion K1 Erinnerung K1 Kommunikation K1 Kollektives Gedächtnis