"Islam" in Controversy and the Violation of Sacredness as a Trigger Point

Während das Prinzip der Kontroversität als normatives Kriterium für demokratische Bildung gilt, sind gesellschaftliche Kontroversen im Allgemeinen und islambezogene Kontroversen im Besonderen ambivalent. Sie sind emotional aufgeladen, berühren häufig Identitätsfragen und entziehen sich der Kontrolle...

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Bibliographic Details
Subtitles:"Special Issue: Religion und Kontroversen in Schulen"
Der Islam in der Kontroverse und die Sakralitätsverletzung als Triggerpunkt
Authors: Zulaica y Mugica, Miguel 1980- (Author) ; Jacoby, Lisa (Author) ; Aydogan, Meryem (Author)
Format: Electronic Article
Language:English
Check availability: HBZ Gateway
Interlibrary Loan:Interlibrary Loan for the Fachinformationsdienste (Specialized Information Services in Germany)
Published: 2026
In: Religionspädagogische Beiträge
Year: 2026, Volume: 49, Issue: 1, Pages: 1-14
Further subjects:B School
B Islam
B Democracy
B Sakralitätsverletzung
B Kontroversität
B Racism
Online Access: Volltext (kostenfrei)
Volltext (kostenfrei)
Description
Summary:Während das Prinzip der Kontroversität als normatives Kriterium für demokratische Bildung gilt, sind gesellschaftliche Kontroversen im Allgemeinen und islambezogene Kontroversen im Besonderen ambivalent. Sie sind emotional aufgeladen, berühren häufig Identitätsfragen und entziehen sich der Kontrolle pädagogischer Akteure. Dies gilt insbesondere für islambezogene Kontroversen, die erst durch ihre gesellschaftspolitische Dimension zu Kontroversen werden. Gebetsräume, Kopftücher, Mohammed-Karikaturen oder der Nahostkonflikt sind unter anderem Kontroversen, die durch Partizipationsforderungen (z. B. Beten im säkularen Raum), konfligierende Deutungsmuster, Rechtfertigungsdruck, unterschiedliche Betroffenheiten sowie Stereotypisierungen und Rassismen zu Kontroversen werden. Der Beitrag bezieht sich auf die Ergebnisse der Studie "Der Islam" in der Kontroverse, im Rahmen welcher Gruppendiskussionen mit Schüler:innen, Lehrpersonen und Eltern zu islambezogenen Kontroversen geführt wurden. Dabei konnten unterschiedliche Kontroversen, Triggerpunkte, Affekte sowie Typen der diskursiven Bearbeitung rekonstruiert werden. Der Beitrag beschäftigt sich spezifischer mit einer Frage, die sich im Laufe der Interpretation ergeben hat: Weisen islambezogene Kontroversen als religiöse Kontroversen eine besondere normative Struktur auf? Es wird die These vertreten, dass der Begriff der Sakralitätsverletzung, verstanden als eine Profanisierungserfahrung, ein besseres Verständnis religiöser Kontroversen ermöglicht. Diese These wird auf Grundlage der Interpretation des empirischen Datenmaterials und der Rekonstruktion dreier Typen der Sakralitätsverletzung verteidigt.
ISSN:2750-3941
Contains:Enthalten in: Religionspädagogische Beiträge
Persistent identifiers:DOI: 10.20377/rpb-1951