Muslimische Organisationen in Deutschland

Im Zuge der Arbeitsmigration seit den 1960er Jahren sind in Deutschland muslimische Gemeinden in der Rechtsform eingetragener Vereine entstanden, um die Religionsausübung der in ihnen organisierten Muslim:innen zu gewährleisten. Die örtlichen Moscheegemeinden sind in bundesweit tätigen Moscheeverbän...

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Detalhes bibliográficos
Autor principal: Lemmen, Thomas 1962- (Author)
Tipo de documento: Recurso Electrónico Artigo
Idioma:Alemão
Verificar disponibilidade: HBZ Gateway
Interlibrary Loan:Interlibrary Loan for the Fachinformationsdienste (Specialized Information Services in Germany)
Publicado em: 2025
Em: Handbuch Wirtschaft und Religion
Ano: 2025, Páginas: 455-482
Acesso em linha: Volltext (kostenfrei)
Rights Information:CC BY 4.0
Descrição
Resumo:Im Zuge der Arbeitsmigration seit den 1960er Jahren sind in Deutschland muslimische Gemeinden in der Rechtsform eingetragener Vereine entstanden, um die Religionsausübung der in ihnen organisierten Muslim:innen zu gewährleisten. Die örtlichen Moscheegemeinden sind in bundesweit tätigen Moscheeverbänden zusammengeschlossen, die ihrerseits Beziehungen zu Mutterorganisationen in den Herkunftsländern der Zugewanderten unterhalten. Die Angebote und Dienstleistungen der Organisationen umfassen das gesamte Spektrum muslimischer Religionsausübung: den Bau und Betrieb von Moscheen als Gebets- und Lehrstätten, die Organisation der Wallfahrt nach Mekka, das rituelle Schlachten zum Opferfest, das Einsammeln islamgemäßer Spenden und Abgaben, die Organisation der Überführung oder Bestattung Verstorbener und vieles mehr. Diese umfangreichen Aktivitäten machen muslimische Organisationen zu Akteuren im Wirtschaftsleben. Für die Durchführung der entsprechenden Aufgaben sind spezielle Dienstleister entstanden, die ihre Angebote in den örtlichen Moscheegemeinden zur Verfügung stellen. Damit leisten sie einerseits einen wichtigen Beitrag zur Erfüllung muslimischer Religionsausübung, andererseits gehören ihre Aktivitäten in den Bereich wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs, was sie zu Konkurrenten auf dem Markt religiöser Dienstleistungen macht. Anders als Religionsgemeinschaften, die als Körperschaften öffentlichen Rechts anerkannt sind, können Moscheeverbände bisher nicht von der Möglichkeit des Einzugs von Steuern durch den Staat zur Finanzierung ihrer Aufgaben Gebrauch machen. Daher stellen, neben Mitgliedsbeiträgen und Spenden, Einkünfte aus wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb den Hauptteil der Finanzierung muslimischer Organisationen dar.
Descrição do item:Literaturverzeichnis: Seite 481-482
ISBN:9783110982374
Acesso:Open Access
Obras secundárias:Enthalten in: Handbuch Wirtschaft und Religion
Persistent identifiers:DOI: 10.1515/9783110982152-017