Kapitalverbrechen und Medien-Hype: Lehren aus dem Inzestfall von Amstetten und dem Entführungsfall Kampusch

Aufsehen erregende Kapitalverbrechen, die im ersten Halbjahr 2008 in Österreich verübt oder - weil sie älteren Datums waren - durch äußere Einflüsse neu aufgerollt wurden, lösten eine ungewohnt intensive medienethische und medienrechtliche Debatte aus. Sie wurde in den meisten Medien, aber auch auf...

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Bibliographic Details
Main Author: Washietl, Engelbert 1941-2022 (Author)
Format: Electronic Article
Language:German
Check availability: HBZ Gateway
Interlibrary Loan:Interlibrary Loan for the Fachinformationsdienste (Specialized Information Services in Germany)
Published: 2008
In: Communicatio socialis
Year: 2008, Volume: 41, Issue: 3, Pages: 294-301
Online Access: Volltext (kostenfrei)
Volltext (kostenfrei)
Parallel Edition:Non-electronic
Description
Summary:Aufsehen erregende Kapitalverbrechen, die im ersten Halbjahr 2008 in Österreich verübt oder - weil sie älteren Datums waren - durch äußere Einflüsse neu aufgerollt wurden, lösten eine ungewohnt intensive medienethische und medienrechtliche Debatte aus. Sie wurde in den meisten Medien, aber auch auf Justizebene und bis hinein ins Parlament geführt und bewirkte eine Sensibilisierung bezüglich Opferschutz und Schutz der Privatsphäre in der Berichterstattung. Sollte es im Herbst nach sechs Jahren peinlicher Pause zur Wiederbelebung eines "Presserates" in Österreich kommen, hätte auch daran die Medien- und Opferschutzdebatte einen wesentlichen Anteil. Es gibt inzwischen weit mehr Verständnis für die Komplexität der Materie, wenn auch nicht unbedingt eine größere Sicherheit in der Beurteilung medienethischer Grenzfälle. Soweit die positive Seite der Medaille. (...)
ISSN:2198-3852
Contains:Enthalten in: Communicatio socialis
Persistent identifiers:DOI: 10.5771/0010-3497-2008-3-294