Kanonischer Schadensersatz- und Strafprozess: mit besonderem Blick auf die Stellung der Opfer

Wie dieser Beitrag zeigt, ist der Ersatz von Schäden, die von einem Delikt verursacht wurden, zwar nicht das einzige Mittel, um den Opfern rechtlichen Schutz zu bieten, aber das wichtigste. Dies deswegen, weil der Schadensersatz auf Wiederherstellung der Gerechtigkeit gegenüber dem Individuum abziel...

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Bibliographic Details
Main Author: Berkmann, Burkhard Josef 1976- (Author)
Format: Electronic Article
Language:German
Check availability: HBZ Gateway
Interlibrary Loan:Interlibrary Loan for the Fachinformationsdienste (Specialized Information Services in Germany)
Published: 2025
In: De processibus matrimonialibus
Year: 2025, Volume: 32, Pages: 165-180
Online Access: Volltext (kostenfrei)
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Description
Summary:Wie dieser Beitrag zeigt, ist der Ersatz von Schäden, die von einem Delikt verursacht wurden, zwar nicht das einzige Mittel, um den Opfern rechtlichen Schutz zu bieten, aber das wichtigste. Dies deswegen, weil der Schadensersatz auf Wiederherstellung der Gerechtigkeit gegenüber dem Individuum abzielt, die Strafe indessen gegenüber der kirchlichen Gemeinschaft als ganzer. Lange Zeit wurde diskutiert, ob die Schadensersatzklage nur im Rahmen eines Strafprozesses erhoben werden kann. Judikate der Römischen Rota zeigen unterschiedliche Ansätze, tendieren aber dazu, dass Schadensersatz unabhängig von einem Strafprozess eingeklagt werden kann. Auch die Apostolische Signatur lässt die Forderung von Schadensersatz vor, während und nach einem Strafprozess zu. Es ist zu begrüßen, dass Pascite gregem das Bewusstsein für den Schadensersatz geschärft hat, ohne diesen mit dem Strafrecht zu vermischen. Damit wird die Perspektive der Opfer indirekt hervorgehoben.
Come dimostra questo contributo, il risarcimento dei danni causati da un delitto non è l'unico strumento per offrire alle vittime una tutela giuridica, ma è il più importante. Ciò è dovuto al fatto che il risarcimento cerca di rendere giustizia all'individuo, la pena invece alla comunità ecclesiale nel suo complesso. Nel corso del tempo, la Rota ha riconosciuto sempre più l'azione per il risarcimento come azione autonoma, migliorando così la tutela giuridica delle vittime. Per un certo lasso di tempo si è discusso se l'azione per la riparazione dei danni potesse essere promossa solo nell'ambito di un processo penale. Infine però, la Rota è giunta alla conclusione che il risarcimento dei danni può essere richiesto indipendentemente dal processo penale. Anche la Segnatura Apostolica consente di chiedere il risarcimento dei danni prima, durante o dopo un processo penale. È da apprezzare il fatto che la Pascite gregem sensibilizzi sul tema del risarcimento senza renderlo parte del diritto penale. In questo modo si enfatizza indirettamente la prospettiva delle vittime.
Contains:Enthalten in: De processibus matrimonialibus
Persistent identifiers:URN: urn:nbn:de:bvb:384-opus4-1190565