Tora des Lebens: Rahmung und Summa der Grundschrift in Joh 20,30-31

Der Text des Johannesevangeliums ist handschriftlich zwar nicht ohne Joh 21 belegt. Das Ende der Grundschrift liegt aufgrund literarkritischer Überlegungen aber gleichwohl in Joh 20,30-31 vor. Es diente insofern einer literarischen Funktion, als Joh 20,30 an Din 34,11—12 erinnerte, um den Text gemei...

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Bibliographic Details
Subtitles:Die heiligen Zeiten als Hintergrund fiir Gal 4,10$dEine papyrologische Bewertung
Tora of Life : Framing and Summa of the Grundschrift in John 20:30—31
Main Author: Schmidt, Karl Matthias 1970- (Author)
Format: Print Article
Language:German
Check availability: HBZ Gateway
Interlibrary Loan:Interlibrary Loan for the Fachinformationsdienste (Specialized Information Services in Germany)
Published: 2023
In: Studien zum Neuen Testament und seiner Umwelt. Serie A, Aufsätze
Year: 2022, Volume: 47/48, Pages: 89-168
Standardized Subjects / Keyword chains:B Bible. Johannesevangelium 20,30-31 / Bible. Deuteronomium 34 / Bible. Johannesevangelium 1,1 / Framework stories / Torah / Eternal life
IxTheo Classification:HC New Testament
Further subjects:B Bibel. Deuteronomium, 34,11-12
Description
Summary:Der Text des Johannesevangeliums ist handschriftlich zwar nicht ohne Joh 21 belegt. Das Ende der Grundschrift liegt aufgrund literarkritischer Überlegungen aber gleichwohl in Joh 20,30-31 vor. Es diente insofern einer literarischen Funktion, als Joh 20,30 an Din 34,11—12 erinnerte, um den Text gemeinsam mit Joh 1,1 zu rahmen. Diese Rahmung präsentierte die Grundschrift vor dem Hintergrund der Tora als einen anderen Heilstext, der einen Zugang in das Gottesreich eröffnete. Joh 20,30-31 fügt sich darüber hinaus auch theologisch zur Grundschrift. Denn Joh 20,31 beschreibt die Funktion der Zeichen mit Blick auf den ersten und zweiten Teil der Erzählung als Hilfe für die Gläubigen, um das ewige Leben zu erlangen. Das Ende in Joh 20,30-31 kann daher als genuiner Teil der Grundschrift verstanden werden und unterstützt nicht das Postulat einer Zeichenquelle.
The text of the Gospel according to John is not proved without John 21 by manuscripts. Anyway, the end of the Grundschrift can be identified in John 20:30—31 because of literary criticism. It served a literary function since John 20:30 aims at Dtn 34:11—12 to frame the text together with John 1:1. Against the background of the Tora this frame presented the Grundschrift as another text of salvation establishing an access to the kingdom of God. However, John 20:30—31 fitted also theologically with the Grundschrift, because John 20:31 determined the function of the signs in view of the first and second part of the story as support for believers to enter the eternal live. Therefore, the end in John 20:30—31 can be understood as genuine part of the Grundschrift and does not support the postulate of a sign source.
ISSN:1027-3360
Contains:Enthalten in: Studien zum Neuen Testament und seiner Umwelt. Serie A, Aufsätze