Macht und Herrschaft bei den Mauren der westlichen Sahara: Ämter und Führungspositionen aus Sicht des islamischen Rechts
Im islamischen Recht gilt die Einsetzung eines Herrschers als verpflichtend. Trotz einer prekären marokkanischen Oberhoheit und der gebietsweisen Existenz von semi-staatlichen Gebilden war die maurische Stammesgesellschaft der vorkolonialen Westsahara in der Ausdrucksweise der lokalen Rechtsgelehrsa...
| Summary: | Im islamischen Recht gilt die Einsetzung eines Herrschers als verpflichtend. Trotz einer prekären marokkanischen Oberhoheit und der gebietsweisen Existenz von semi-staatlichen Gebilden war die maurische Stammesgesellschaft der vorkolonialen Westsahara in der Ausdrucksweise der lokalen Rechtsgelehrsamkeit durch einen Zustand der Anarchie geprägt. Gegenstand der Untersuchung ist die Frage, wie man sich mit dieser Problematik auseinandersetzte, welche Lösungen in Theorie und Praxis gefunden wurden und welche Kontroversen sich daran entzündet haben. Als Quellen dienen neben europäischen Reiseberichten einschlägige rechtliche Abhandlungen ergänzt durch Dokumente aller Art, welche die gelebte Realität widerspiegeln. In Islamic law, the appointment of a ruler is considered obligatory. Despite Morocco’s precarious sovereignty and the existence of semi-state entities in certain areas, the Moorish tribal society of the pre-colonial Western Sahara was characterised by a state of anarchy according to local legal scholarship. The subject of this study is the question of how this problem was dealt with, what solutions were found in theory and practice, and what controversies arose. In addition to European travelogues, relevant legal treatises serve as sources, supplemented by documents of all kinds that reflect the reality of life in this context. |
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| Physical Description: | 1 Online-Ressource (639 Seiten), Karten |
| ISBN: | 978-3-7489-1785-4 |
| Persistent identifiers: | DOI: 10.5771/9783748917854 |