Greßmann, Hugo

Greßmann, Hugo (21.3.1877 Mölln – 6.4.1927 Chicago). G. studierte Theol. und ao. Sprachen in Greifswald, Göttingen, Marburg und Kiel bei Friedrich Giesebrecht, J.Wellhausen, R.Smend, O.Baumgarten und W.Bousset, wurde 1899 in Göttingen mit einer Arbeit über Jes 56–66 zum Dr. phil. und 1902 in Kiel zu...

Full description

Saved in:  
Bibliographic Details
Main Author: Gertz, J.C. (Author)
Format: Electronic Dictionary entry/article
Language:German
Check availability: HBZ Gateway
Interlibrary Loan:Interlibrary Loan for the Fachinformationsdienste (Specialized Information Services in Germany)
Published: 2015
In: Religion in Geschichte und Gegenwart online
Year: 2015
Online Access: Volltext (lizenzpflichtig)
Volltext (lizenzpflichtig)
Description
Summary:Greßmann, Hugo (21.3.1877 Mölln – 6.4.1927 Chicago). G. studierte Theol. und ao. Sprachen in Greifswald, Göttingen, Marburg und Kiel bei Friedrich Giesebrecht, J.Wellhausen, R.Smend, O.Baumgarten und W.Bousset, wurde 1899 in Göttingen mit einer Arbeit über Jes 56–66 zum Dr. phil. und 1902 in Kiel zum Dr. theol. promoviert, war 1902–1906 PD in Kiel, 1906 Mitarbeiter des Deutschen Evangelischen Instituts für Altertumswissenschaften in Jerusalem und 1907–1927 Prof. in Berlin. G. ist ein profilierter Vertreter der Religionsgeschichtlichen Schule, der sich in krit. Ergänzung der literarkrit. Arbeit seiner Lehrer Wellhausen und Smend konsequent der v.a. von A.Eichhorn angeregten religionsgesch. Fragestellung öffnete und den gattungs- und überlieferungsgesch. Ansatz H.Gunkels (Bibelwissenschaft) aufnahm, wie u.a. die Komm. in SAT und die originelle Analyse der Moseüberlieferung in »Mose und seine Zeit« zeigen. Die von G. gemeinsam mit Fachgelehrten hg. Sammlungen ao. Texte und Bilder zum AT (AOT und AOB) wurden auf lange Zeit zu unentbehrlichen, mehrfach nachgeahmten Standardwerken für die religionsgesch. Erschließung des AT. Große Verdienste erwarb sich G. schließlich als Leiter des Institutum Judaicum (seit 1922), dem er mit der Abkehr von der Judenmission und der Hinwendung zur wiss. Beschäftigung mit dem Judentum eine neue Bestimmung gab, sowie als Hg. der ZAW (seit 1924).
ISSN:2405-8262
Contains:Enthalten in: Religion in Geschichte und Gegenwart online
Persistent identifiers:DOI: 10.1163/2405-8262_rgg4_SIM_09037