Domkapitel/Domkapitular

. Das Domkapitel ist eine an der Kathedrale (Dom) bestehende Gemeinschaft von Priestern (Domkapitulare genannt) für die Durchführung der feierlichen Gottesdienste; außerdem hat es die Aufgaben zu erfüllen, die ihm von Rechts wegen oder vom Diözesanbf. übertragen werden (c.503 CIC). Aus dem Klerus an...

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Main Author: Schmitz, H. (Author)
Format: Electronic Dictionary entry/article
Language:German
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Published: 2015
In: Religion in Geschichte und Gegenwart online
Year: 2015
Online Access: Volltext (lizenzpflichtig)
Volltext (lizenzpflichtig)
Description
Summary:. Das Domkapitel ist eine an der Kathedrale (Dom) bestehende Gemeinschaft von Priestern (Domkapitulare genannt) für die Durchführung der feierlichen Gottesdienste; außerdem hat es die Aufgaben zu erfüllen, die ihm von Rechts wegen oder vom Diözesanbf. übertragen werden (c.503 CIC). Aus dem Klerus an Bf.kirchen (Kanoniker) entwickelten sich D. zu Kollegialorganen mit Rechtsfähigkeit und Satzungsautonomie und zu bedeutenden Institutionen der Diözesanregierung (Ratsorgan des Bischofs mit umfangreichen Beispruchsrechten und Bischofswahlrecht [Bischofsernennung]), oft mit großem polit. Einfluß. Durch das II. Vaticanum wurde die Stellung der D. gesamtkirchl. zugunsten des Priesterrats zurückgedrängt. Die heutige Struktur der D. in Deutschland (z.B. Dignitäten: Dompropst und/oder Domdekan [mit Leitungsfunktion]; Aufgaben in Leitung und Verwaltung der Diöz.) geht weithin zurück auf die Neuorganisation der kath. Kirche nach 1815 (vgl. bes. Zirkumskriptionsbullen). Kraft Konkordatsrecht (Konkordate) besitzen in den dt. nichtbayerischen Diözesen die D. das Recht, aus einem Dreiervorschlag des Papstes den Bf. zu wählen; bei allen Angelegenheiten der Bf.wahl wirken (nicht in allen D. bestehende) nichtresidierende Domkapitulare mit. Bf.wahlrecht hat das D. auch in Salzburg, Basel, St. Gallen (und Chur).
ISSN:2405-8262
Contains:Enthalten in: Religion in Geschichte und Gegenwart online
Persistent identifiers:DOI: 10.1163/2405-8262_rgg4_SIM_03825