Geschichtsvermittlung und Erinnerungslernen nach der Schoah

»Es ist geschehen, und folglich kann es weiterhin geschehen: darin liegt der Kern dessen, was wir zu sagen haben.« Primo Levi. I. Die Schoah, der NS-»Verwaltungsmassenmord« (Hannah Arendt) am europäischen Judentum, bleibt »ein epochemachendes Ereignis«, weil sie »einzigartig ist, neue moralische For...

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Main Author: Wolf, Siegbert 1954- (Author)
Format: Electronic Article
Language:German
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Published: 2020
In: Zeitschrift für christlich-jüdische Begegnung im Kontext
Year: 2020, Issue: 1/2, Pages: 60-69
Online Access: Volltext (kostenfrei)
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520 |a »Es ist geschehen, und folglich kann es weiterhin geschehen: darin liegt der Kern dessen, was wir zu sagen haben.« Primo Levi. I. Die Schoah, der NS-»Verwaltungsmassenmord« (Hannah Arendt) am europäischen Judentum, bleibt »ein epochemachendes Ereignis«, weil sie »einzigartig ist, neue moralische Forderungen stellt und die Wahrnehmung der späteren Geschichte verändert.« Die Präzedenzlosigkeit dieses Verbrechens besteht darin, dass zum ersten Mal ein Nationalstaat mit sämtlichen ihm zur Verfügung stehenden Machtmitteln einen Genozid, geplant an allen Juden und Jüdinnen, aus dem einzigen Grund beging, weil sie jüdischer Herkunft waren: »Jedes andere mögliche Ziel der Nazis, einschließlich des Ziels, den Krieg zu gewinnen« trat »hinter ihrer Entschlossenheit, die Juden zu ermorden« zurück. Dieser Zivilisationsbruch verlangt nach anhaltender Erinnerung und historischem Lernen, damit die Nachfahren, »in Anerkennung der Tradition, in der sie stehen, dem Tun der Generation[en] vor ihnen eine Absage [...] erteilen, es nicht fortsetzen.« Wie kann Erinnerungslernen aus historiografischer Perspektive gestaltet werden? Nicht möglich ist es, der Schoah einen Sinn abzugewinnen, allenfalls ist »die Darstellung eines […] Bruches zwischen der Wirklichkeit der Lager und der gewöhnlichen Welt« leistbar, »die als solche die Möglichkeit eröffnet, sich wenigstens der Dimension der Erfahrung der Überlebenden zu nähern.« 
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