Traduire l’évangile et transmettre la foi aux Indiens de Nouvelle-Espagne: quelques exemples de catéchismes au service de l’humanisme évangélique

Die Bemühungen um die Evangelisierung der einheimischen Volksstämme Neu-Spaniens waren ein wunderbares Laboratorium für missionarische Pädagogik. Zu den Mitteln, die die Ordensleute in Zentralmexiko verwandten, gehören die Katechismen. Ob in spanisch, in zweisprachiger Ausgabe (spanisch-nahuatl) ode...

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Bibliographic Details
Main Author: Béligand, Nadine (Author)
Format: Electronic Article
Language:French
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Interlibrary Loan:Interlibrary Loan for the Fachinformationsdienste (Specialized Information Services in Germany)
Published: 2008
In: Revue d'histoire ecclésiastique
Year: 2008, Volume: 103, Issue: 2, Pages: 404-447
Online Access: Volltext (lizenzpflichtig)
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Description
Summary:Die Bemühungen um die Evangelisierung der einheimischen Volksstämme Neu-Spaniens waren ein wunderbares Laboratorium für missionarische Pädagogik. Zu den Mitteln, die die Ordensleute in Zentralmexiko verwandten, gehören die Katechismen. Ob in spanisch, in zweisprachiger Ausgabe (spanisch-nahuatl) oder in nahuatl, haben diese Schriften zur Erweiterung der Unterrichtsmethoden und zur Weitergabe der religiösen Kenntnisse beigetragen. Diese meistens von den Franziskanern verfaßten Werke sind sehr vielfältig; sie zeugen von der Fähigkeit zur Anpassung der Katechese an die Indianer und vom Willen zur Erneuerung des Katholizismus. Der vorliegende Artikel beschreibt die Art und Weise, wie die katechetischen Inhalte mit dem Polytheismus umgingen, wie die Sakramente (Ehe, Beichte) darin eingefügt wurden und warum der Dekalog einer auf die Glaubensartikel und die Sakramente zentrierten Katechese Platz machte. Der vom Evangelium geprägte Humanismus der ersten Evangelisierung ist durch die Gegenreform und seinen Willen zu einer Vereinheitlichung der katechetischen Inhalte gestoppt worden; auf den erfolgversprechende humanistische Durchbruch der Jahre zwischen 1520 und 1560 folgte eine weltumfassende Lektion über die sündige Menschheit.
The business of evangelizing the indigenous populations of New Spain was a fantastic laboratory of missionary pedagogy. Among the tools used by the religious in central Mexico, catechisms, in Spanish, in bilingual editions (Spanish-Nahuatl) or in Nahuatl, permitted them to widen their methods of teaching and transmitting religious learning. Those works, the vast majority of which were written by Franciscans, are varied; they witness a spirit of adaptation of catechetics for the Indians and a wish to renovate Catholicism. This article observes how the catechetical presentation confronted polytheism, how the sacraments (matrimony, confession) were introduced and why the Decalogue was de-emphasized, favouring a catechetics based on the articles of faith and the sacraments. The evangelical humanism of the first evangelizers was halted by the Counter Reformation and its insistence on a uniformization of catechetical content; the reassuring humanist penetration characterizing the years 1520-1560 was followed by a universal lesson on human sinfulness.
ISSN:2294-1088
Contains:Enthalten in: Revue d'histoire ecclésiastique
Persistent identifiers:DOI: 10.1484/J.RHE.3.177